Weitere Fusionen: «Anstoss müsste von Nachbarn kommen»

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Weitere Fusionen«Anstoss müsste von Nachbarn kommen»

Fusionen mit Agglomerationsgemeinden waren für die Stadt Luzern lange ein Hauptziel. Im neuen Strategiepapier sind sie nur am Rande erwähnt.

von
zfo
Stadtpräsident Stefan Roth stellte gestern die Ziele bis 2013 für die Stadt Luzern vor.

Stadtpräsident Stefan Roth stellte gestern die Ziele bis 2013 für die Stadt Luzern vor.

Eine 2000 Watt-Gesellschaft, starke Wirtschaft, kaum Durchgangsverkehr und Wohnraum für alle Schichten: Das sind die vier Hauptziele des Stadtrates, die er bis 2035 erreichen will. Gestern präsentierte er ein entsprechendes Strategiepapier dazu. Ein Hauptziel der letzten Jahre wird darin zwar noch erwähnt, ist jedoch keine Priorität mehr: Die Fusion der Stadt mit umliegenden Gemeinden.

Anfang Juli hatte der Stadtpräsident Stefan Roth (CVP) gesagt: «Ich bin überzeugt, in 20 Jahren gehören neben Littau auch noch andere Agglomerationsgemeinden zu Luzern.» Gestern sagte Roth, dass die Fusionen mit weiteren Nachbargemeinden zwar ein längerfristiges Ziel bleibe und auch weiterhin in der Gemeindeordnung als Ziel festgehalten seien. Aber: «Ein Anstoss für einen Zusammenschluss müsste zum heutigen Zeitpunkt von einer Nachbargemeinde ausgehen.»

«Alle möglichen Fusionspartner haben abgesagt»

2011 lehnten Kriens, Ebikon, Emmen und Adligenswil Fusionsverhandlungen mit Luzern ab. Der ehemalige Littauer Gemeindepräsident Josef Wicki, der Littau auf dem Weg zur Fusion mit Luzern führte, sagt dazu: «Alle möglichen Fusionspartner haben abgesagt, damit ist die logische Folge, dass man im Moment nicht mehr über Fusionen redet.» Die Fusion Luzern-Littau sei für beide ein Vorteil gewesen und «wäre es auch für die anderen Gemeinden. Aber die Frage hat sich für die nächsten zwei Jahrzehnte erledigt.»

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