Weihnachten: Ansturm auf Nez Rouge und Frauenhaus
Aktualisiert

WeihnachtenAnsturm auf Nez Rouge und Frauenhaus

Während es für die Feuerwehr und die Polizei ein ruhiges Weihnachtswochenende war, herrschte bei Nez Rouge und dem Luzerner Frauenhaus Grossandrang.

von
Marcel Habegger
TV-Mann Björn Hering arbeitete als Chauffeur für Nez Rouge.

TV-Mann Björn Hering arbeitete als Chauffeur für Nez Rouge.

Nicht alle konnten das Weihnachtsfest in besinnlicher Atmosphäre verbringen. So suchten rund zehn Frauen Hilfe beim Luzerner Frauenhaus. «Auseinandersetzungen, zum Beispiel wegen finanzieller Probleme, eskalieren über die Weihnachtstage häufiger als an anderen Tagen», erklärt ­Co-Leiterin Andrea Wechlin. Weil das Frauenhaus aber ­bereits komplett ausgelastet

war, wurden die Hilfesuchenden an andere Frauenhäuser vermittelt.

Viel Arbeit hatten auch die freiwilligen Fahrer von Nez Rouge in Luzern – unter ihnen TV-Mann Björn Hering («Joya rennt»). Immer mehr Menschen lassen vernünftigerweise ihr Auto stehen, wenn sie getrunken haben, und sich von den freiwilligen Lenkern nach Hause chauffieren. «Wir hatten mit 130 Fahrten an diesem Wochenende im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme von zehn Prozent», freut sich Ferdinand Ottiger, Präsident von Nez Rouge Luzern.

Vorsichtiger sind die Leute auch mit Weihnachtsbäumen geworden. «Weihnachtstage wie vor zehn Jahren, als wir über die Feiertage regelmässig wegen Bränden ausrücken mussten, gibt es heute nicht mehr», sagt Dienstoffizier Markus Portmann. Die Feuerwehr sei am Wochenende einzig wegen eines kleineren Brandes auf einem Balkon gerufen worden.

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