Sonne statt Nebel: Ansturm auf Ostschweizer Bahnen
Aktualisiert

Sonne statt NebelAnsturm auf Ostschweizer Bahnen

Wer keine Lust auf Nebel hatte, machte sich gestern auf in die Höhe. Bei den Ostschweizer Bahnen klingelten die Kassen.

von
Ilda Özalp
«Nebelflüchtlinge» zog es am Wochenende in die Höhe – wie hier in der Säntisregion. (Foto: Ilda Özalp)

«Nebelflüchtlinge» zog es am Wochenende in die Höhe – wie hier in der Säntisregion. (Foto: Ilda Özalp)

«Das war ein sehr starkes Wochenende», sagt Heinrich Michel, Geschäftsführer der Bergbahnen Flumserberg AG. 5000 Personen hätten sie am Sonntag befördert und die Rodelbahn sei über 1000-mal genutzt worden. Damit sei man entschädigt worden für das vergangene Wochenende, das laut Michel mit Schnee und Kälte «ein Totalausfall war». Die Pizolbahnen haben gestern über 1200 Personen transportiert. Die Herbstwanderungen und der Heidi­pfad hätten viele Besucher angelockt, so Geschäftsführer Klaus Nussbaumer. Auch Markus Strässle, Geschäftsführer der Panorama-Restaurants Säntisgipfel, ist zufrieden: «Die Restaurants waren voll und der Appenzeller Brunch war ausgebucht.» Auf der Schwägalp bestätigte sich dieses Bild: Am Nachmittag reihte sich hier Auto an Auto von sonnenhungrigen Spaziergängern und Wanderern.

Das Alter spielte dabei keine Rolle: Vom fünfmonatigen Kleinkind bis zum 78-jährigen Rentner war jede Altersgruppe vertreten. Jeder wollte dem Nebel im Flachland entfliehen und die Sonne in der Höhe geniessen. «Der Nebel drückt aufs Gemüt», sagte Hildegard Fehr aus dem thurgauischen Kradolf, deshalb habe sie sich für einen Spaziergang am sonnigen Säntis entschieden.

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