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Ansturm auf Trauschein für Homosexuelle in San Francisco

Die Initiative des Bürgermeisters von San Francisco für die Zulassung der Homo-Ehe hat zu einem Ansturm auf das Standesamt der Millionenstadt geführt.

Innerhalb von vier Tagen wurden bis Sonntag schätzungsweise 1.000 Trauscheine für Schwule und Lesben ausgestellt, wie die Behörde mitteilte. Zwei konservative Organisationen wollten den Alleingang der Stadt noch vor Gericht stoppen, hatten damit aber zunächst keinen Erfolg. Am kommenden Dienstag muss sich ein Richter erneut mit dem Antrag befassen, die Eheschliessungen für rechtswidrig und damit für hinfällig zu erklären.

Dutzende von schwulen und lesbischen Paaren mussten am Sonntag nach Hause geschickt werden, weil ihre Anträge von den Mitarbeitern im Rathaus einfach nicht bewältigt werden konnten. «Wir sind am Ende unserer Kapazitäten», sagte die Leiterin des Standesamtes, Mabel Teng. Anstelle von 30 Trauungen pro Tag seien am Sonntag 60 in einer einzigen Stunde bearbeitet worden.

«Das ist ein besonderer Tag für San Francisco», sagte Bürgermeister Gavin Newsom, der persönlich an zwei Eheschliessungen teilnahm. Dabei wurden Trauscheine für Newsoms Stabschef und für einen Polizeidirektor ausgestellt. «Wir sind sicher, dass wir das Richtige tun», sagte der Bürgermeister. (dapd)

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