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Ansturm auf türkisches «Bomben-Baby»

Das Findelkind, das in der Türkei für eine Bombe gehalten wurde und fast in die Luft gesprengt worden wäre, muss nicht lange auf neue Eltern warten. Kinderlose Paare stehen Schlange, um das Baby Ravza zu adoptieren.

Das sechs Tage alte Mädchen war im Hof einer Moschee der südwesttürkischen Stadt Mugla ausgesetzt worden. Die Polizei hätte es fast gesprengt, weil sie in der verdächtigen Tasche eine Bombe vermutet hatte. Erst als das Neugeborene zu weinen begann, erkannten die Polizisten den Irrtum.

Schwestern der Säuglingsstation von Mugla, in deren Obhut das Baby gegeben wurde, gaben dem Mädchen den Namen Ravza (»Paradiesgarten»). Gemäss den Berichten gibt es in der Türkei 3500 Eltern, die ein Adoptivkind suchen. Ravza werde bereits in den kommenden Tagen ein neues Zuhause bekommen. (sda)

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