Anti-Abtreibungs-Klub sei von Gott gewollt
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Anti-Abtreibungs-Klub sei von Gott gewollt

Die 16-jährige Stephanie Hoffmeier wollte an ihrer Schule einen Anti-Abtreibungs-Klub gründen, doch die Schulleitung lehnte ihren Antrag ab. Kurzentschlossen verklagte sie die Schulbehörde – und gewann den Fall.

Die Schülerin wollte an der Colonial Forge School im Bundesstaat Virgina einen Anti-Abtreibungs-Klub gründen. Gott habe ihr das auferlegt, sagte sie: «Ich muss die Menschen über den grössten Holocaust informieren, der sich hier in den USA gerade abspielt. Wir wollen zusammenkommen und für die Abschaffung von Abtreibungen beten. Meiner Generation eine Stimme verleihen und auch denen, die nicht für sich selbst sprechen können.»

Ihre Pläne wurden ihr jedoch von der Schulbehörde verweigert. Sie begründeten den Entscheid damit, dass Ziel und Inhalt des Vereins wenig mit dem Lehrplan zu tun hätten.

Also wandte sich die 16-jährige Hoffmeier an den Alliance Defense Fund um Hilfe. Die Organisation kämpft gegen Abtreibungen und Homo-Ehen. Ausserdem will sie Homosexuelle bei der Armee und Sexualkunde im Unterricht verbieten. Prompt zog Hoffmeier zusammen mit Alliance Defense vor Bundesgericht und verklagte die High School.

Zu der gerichtlichen Entscheidung kam es allerdings nicht mehr. Ende Oktober gab die Schulbehörde nach und erteilte dem «Pro-Life»-Klub eine Genehmigung: «Wir hatten Gelegenheit, die Angelegenheit zu prüfen, und dabei hat sich herausgestellt, dass die Leitlinien für Schulen die Gründung dieses Klubs durchaus zulassen», sagte Behördenchef David Sawyer der Washington Post.

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