Aktualisiert 28.07.2004 19:54

«I, Robot»Anti-Robo-Cop nimmts mit den Blechmenschen auf

Roboter als Massenware: Im Chicago des Jahres 2035 sind sie in jedem Haushalt anzutreffen. Einer misstraut ihnen: Cop Del Spooner (Will Smith).

Weshalb Spooner zum Anti-Robo-Cop wurde? Er musste vor Jahren mitansehen, wie jemand ertrank, weil ein Roboter die Situation falsch eingeschätzt hatte. Genau: Roboter sind in «I, Robot» überall: zum Beispiel als Pizzakuriere, als Polizisten oder als Haushaltshilfen.

Der Roboter MS-5 ist ein neues Modell, das auf den Markt kommt: noch besser, noch effizienter und menschenähnlicher. Doch kurz nach der MS-5-Lancierung kommt der Chef des Roboterherstellers ums Leben. Alles deutet auf Selbstmord hin. Detective Del Spooner soll den Fall bearbeiten. Er glaubt nicht an einen Suizid. Tatsächlich findet er im Büro des Toten einen Roboter, der aus der Reihe tanzt: Sein Name ist Sonny – und er ist ein Roboter, der Träume hat und Emotionen zeigt. Zusammen mit der Psychologin Susan Calvin (Bridget Moynahan) nimmt Spooner diesen Sonny genauer unter die Lupe – und kommt einer Verschwörung auf die Spur.

Lange Zeit war Arnold Schwarzenegger für die Hauptrolle von «I, Robot» vorgesehen gewesen. Seine politische Karriere vereitelte jedoch ein Engagement. Komödiant Will Smith sprang für Schwarzenegger ein und löst diesen ernsten Job gar nicht schlecht. Sehr gut sind zweifelsohne die Effekte: Mindestens zwei längere Szenen bieten Action, die so intensiv und nahe wohl noch nie auf der Leinwand zu sehen war. Was die Spannung und den Einfallsreichtum betrifft, kommt «I, Robot» allerdings nicht über durchschnittliche Action-Thriller-Kost hinaus.

Benjamin Bögli

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