Anti-Terror-Kundgebungen in Russland

Aktualisiert

Anti-Terror-Kundgebungen in Russland

Vier Tage nach dem blutigen Ende des Geiseldramas von Beslan mit weit über 300 Toten haben sich in unzähligen Städten und Dörfern Russlands zehntausende Menschen zu Anti-Terror-Kundgebungen versammelt.

Bei den Veranstaltungen verurteilten Politiker und Gewerkschafter die Aktionen der Terroristen gegen Frauen und Kinder, wie die russischen Agenturen berichteten.

Etwa 100 000 Menschen wurden am Nachmittag in Moskau zu einer Grosskundgebung am Roten Platz vor dem Kreml erwartet, teilten die staatlichen Gewerkschaften in Moskau mit.

Auch am zweiten Tag der Staatstrauer gedachten die Menschen in ganz Russland der Toten von Beslan. Nach offiziellen Angaben starben 335 Geiseln. Mehr als 400 Opfer wurden am Dienstag noch in Spitälern behandelt.

Präsident Wladimir Putin sprach sich nach westlichen Medienberichten gegen eine öffentliche Untersuchung des Geiseldramas aus. Der Kremlchef kündigte eine interne Aufarbeitung der Tragödie an.

In einem Bericht des russischen Staatsfernsehens bestätigte ein festgenommener Geiselnehmer die Version des Kremls zu den Hintergründen des Geiseldramas. Auftraggeber seien der tschetschenische Ex-Präsident Aslan Maschadow und der Topterrorist Schamil Bassajew gewesen, berichtete der Geiselnehmer.

(sda)

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