Anti-Wef-Demo abgesagt: Jetzt droht das Chaos
Aktualisiert

Anti-Wef-Demo abgesagt: Jetzt droht das Chaos

Die Anti-Wef-Demo ist abgesagt. Jetzt ist völlig unklar, was Bern am Samstag erwartet. Denn: Im Internet wird trotzdem zur Demo aufgerufen. Auch Barbara Hayoz sagt: «Die Aufgabe für die Polizei ist jetzt schwieriger.»

«Wir wollen nicht in einem Käfig demonstrieren», sagte gestern André Siegenthaler vom Anti-Wef-Bündnis. Damit lehnen die Organisatoren das Angebot des Gemeinderats ab, auf dem Bundesplatz eine Platzdemonstration zu veranstalten. Sie rufen zu «anderen phantasievollen Protesten» auf. Damit wollten sie eine Eskalation verhindern, sagten sie.

Was jetzt am Samstag in Bern abgehen wird, ist völlig unklar. Im Internet starteten Gegner des Weltwirtschaftsforums gestern Aufrufe zu Spontandemos: «Jetzt trotzdem auf nach Bern! Die Stadt wird in der Hand der Wef-Gegner sein», schreibt einer. «Die Bullen werden sich im Kreise drehen.» Die Aufrufe wurden sofort von der Plattform gelöscht. «Was wir machen, gehört nicht ins Internet», schreibt einer dazu.

«Für die Polizei ist die Aufgabe nach dem Rückzug schwieriger», sagt Gemeinderätin Barbara Hayoz. «Ich bedaure, dass die Organisatoren ihre Verantwortung nicht wahrnehmen.» Entschieden werden muss jetzt noch über das Gesuch für die Tanzparade «Dance out Wef». Dazu Hayoz: «Die Polizei wird so bald als möglich verhandeln.» Andrea Abbühl

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