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Antike Strasse unter der Autobahn entdeckt

Beim Autobahnbau sind Archäologen im Wallis auf wichtige archäologische Stätten gestossen. So führte offenbar eine grössere Römerstrasse durch die Rhoneebene.

Mehrere Entdeckungen sollen nun der Öffentlichkeit in einer Ausstellung zugänglich gemacht werden, wie der Informationsdienst des Kantons Wallis am Dienstag mitteilte. Die Funde zwischen dem Pfynwald und Brig führten bisher unbekannte Seiten der Walliser Geschichte zu Tage. Bei Grabungen im Pfyngut, das ein sehr altes, landwirtschaftlich genutztes Gebiet darstellt, entdeckten die Forscher beispielsweise eine in römischer Zeit erbaute Strasse.

Bis anhin sei man der Ansicht gewesen, die Rhoneebene sei nur durch Verbindungswege zwischen den Siedlungen erschlossen gewesen. Nun lege die Freilegung dieser Strasse den Schluss nahe, dass es eine Hauptachse durch die Talebene gegeben haben muss. Bei den Grabungen auf dem Trassee der Autobahn stiess man zudem auf verschüttete Ruinen, die von der Existenz eines Weilers oder Dorfes zeugen. Bislang gab es nur mündliche Überlieferungen, wonach es im Pfynwald ein verschwundenes Dorf gebe.

Mit einer Ausstellung in der Ermittage will die Dienststelle für Archäologie vom Mittwoch an die Funde einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Es zeige sich, dass bestimmte Funde die Kenntnisse über die alpine Besiedelung erweiterten und neue Perspektiven eröffneten, teilte der Informationsdienst mit. (dapd)

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