Aktualisiert

Fall KassandraAnton K. gesteht alles

Bislang hatte Anton K. bestritten, die neunjährige Kassandra in einen Gully geworfen zu haben. Doch zum Prozessauftakt am Wuppertaler Landgericht legte er überraschenderweise ein volles Geständnis ab.

«Ich denke, er ist erleichtert darüber, dass er endlich gestanden hat», sagte seine Anwältin Astrid Denecke am Mittwoch.

Die Anklage wirft dem Förderschüler versuchten Mord vor. Er soll das neunjährige Mädchen im September vergangenen Jahres mehrfach mit einem Stein ins Gesicht geschlagen und dann lebensgefährlich verletzt in einen Kanalschacht geworfen haben. Der Prozess vor der Jugendkammer findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Bislang hatte der Schüler die Tat stets bestritten. Laut Staatsanwaltschaft wollte der damals 14-Jährige, dass Kassandra stirbt, damit seine brutale Stein-Attacke gegen das Mädchen nicht aufgedeckt wird. Den Gully soll der Junge nicht nur mit dem Deckel verschlossen, sondern zusätzlich auch mit Ästen und Laub bedeckt haben. Erst nach rund siebenstündiger Suche wurde die lebensgefährlich verletzte und stark unterkühlte Kassandra von einem Spürhund der Polizei gefunden. (dapd)

Deine Meinung