Aktualisiert 05.01.2011 19:42

Luzern

Anwälte schieben Pikett

Seit Anfang Jahr gibt es in Luzern einen Anwaltspikettdienst. Grund: Neu hat jeder Verhaftete das Recht, noch vor der ersten polizeilichen Befragung einen Anwalt beizuziehen.

von
ber

Den ersten Pikettdienst in Luzern absolviert diese Woche die amtliche Verteidigerin Rita Gettkowski. Sie hatte bereits am Sonntag einen Einsatz, als Jugendliche nach einem Einbruch in Untersuchungshaft genommen wurden. «Ob ein Anwalt bei polizeilichen Befragungen dabei sein muss, hängt aber in erster Linie vom Wunsch des Beschuldigten ab», sagt Gettkowski. Notwendig sei die Anwesenheit eines Anwalts sicher dann, wenn schwere Vorwürfe erhoben würden. Wird der Beschuldigte am Ende des Verfahrens verurteilt, werden die Kosten dem Beschuldigten auferlegt – und zwar inklusive eines Nacht- beziehungsweise Wochenend­zuschlags von bis zu 100 Franken pro Stunde. (ber/20 Minuten)

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