Aktualisiert 30.05.2006 13:05

Anwältin unterschrieb mit «Heil Hitler»

Die Anwältin eines deutschen Holocaust-Leugners wurde vom Prozess ausgeschlossen, weil sie vor Gericht wiederholt Nazi-Slogans von sich gab. Ihre Beschwerde gegen diesen Entscheid unterschrieb sie mit Heil Hitler. Jetzt ermittelt der Staatsanwalt.

In Deutschland ist die Verwendung der Grussformel «Heil Hitler» verboten. Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt deshalb gegen die Anwältin wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organistationen.

Die Juristin war zuvor vom Prozess gegen den deutschen Holocaust-Leugner Zündel (67) ausgeschlossen worden, weil sie wiederholt in ihren Reden teils strafbare nationalsozialistische Inhalte von sich gab, wie die «Netzeitung» berichtete.

Der Beschwerdebrief der ausgebooteten Anwältin an das Oberlandgericht (OLG) Karlsruhe enthielt neben der Grussformel noch weitere wirre Aussagen. So prophezeite sie, dass Adolf Hitler als «Erlöser» auferstehen werde. Der Briefkopf der 63-seitigen Protestnote trage zudem den Briefkopf «In Geschäftsführung ohne Auftrag für das Deutsche Reich», teilte ein Sprecher des OLG mit. Der Ausschluss der Anwältin vom OLG wurde übrigens bereits vom Bundesgerichtshof bestätigt.

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