«Psycho-Sekte» : Anwohner empört über neue Scientology-Kirche

Aktualisiert

«Psycho-Sekte» Anwohner empört über neue Scientology-Kirche

Die in Basel geplante Scientology-Grosskirche soll neue Mitglieder anziehen. Den Anwohnern passt das gar nicht.

von
Hannes von Wyl
Die geplante Scientology-Grosskirche an der Burgfelderstrasse 211 soll unter anderem eine Kappelle, einen Buch-Shop sowie ein Büro für den Sekten-Gründer L. Ron Hubbard enthalten

Die geplante Scientology-Grosskirche an der Burgfelderstrasse 211 soll unter anderem eine Kappelle, einen Buch-Shop sowie ein Büro für den Sekten-Gründer L. Ron Hubbard enthalten

In einem Bürogebäude an der Burgfelderstrasse 211 soll eine Grosskirche mit Kapelle und Kursräumen entstehen: Die «Schweiz am Sonntag» veröffentlichte am 19. Mai bislang geheime Visualisierungen der geplanten Basler Scientology-Kirche. Der Sekten-Tempel werde noch in diesem Jahr eröffnet.

«Die Grosskirche ist Teil einer Imagekampagne», erklärt Sektenexperte Georg Otto Schmid. Dadurch seien aber nicht mehr Scientologen in Basel zu erwarten. Die Anwohner in der unmittelbaren Nachbarschaft sind über den geplanten Zuzug der Sekte dennoch alles andere als erfreut: «Wenn die bei mir klingeln, dann kriegen sie einen Tritt in den Hintern», droht ein 60-jähriger Anwohner, der nicht namentlich genannt werden will. Andere befürchten, von den «aggressiven» und «aufdringlichen» Scientology-Anhänger belästigt zu werden.

Einsprache bei Baugesuch

EVP-Grossrätin Annemarie Pfeifer will sich dafür einsetzen, dass die «totalitäre, gewinnorientierte Psycho-Sekte nicht zu häufig auf der Strasse Werbung machen darf.» Andrea Elisabeth Knellwolf, Präsidentin des Neutralen Quartiervereins Kannenfeld stört sich am geplanten Auftritt der Sekte in ihrem Quartier: «Bei einem Baugesuch werden wir die Möglichkeit einer Einsprache prüfen», sagt Knellwolf.

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