Gmeindsfäscht: Anwohner mussten Eintritt bezahlen
Aktualisiert

GmeindsfäschtAnwohner mussten Eintritt bezahlen

Ärger um das Schwyzer Gmeindsfäscht: Selbst Anwohner und freiwillige Helfer mussten den Eintrittspreis bezahlen.

von
Rahel Schnüriger
Schwyzer Gmeindsfäscht: Für manche ein Ärgernis.

Schwyzer Gmeindsfäscht: Für manche ein Ärgernis.

«Wir haben den Krach und den Aufwand dazu», so Katja Regli, die im Schwyzer Dorfkern wohnt. Obwohl sie am vergangenen Wochenende nicht ans Gmeindsfäscht ging, musste sie für 15 Franken ein Vorverkaufsbillett kaufen, um überhaupt nach Hause zu kommen. Eine Anwohner-Familie flüchtete gar in die Ferienwohnung, weil sie die total 45 Franken nicht bezahlen wollte.

Zahlen mussten sogar die Helfer, die an den 42 Vereinsständen unentgeltlich arbeiteten. «Das ist ein Witz», findet Werni Schuler, Helfer am EHC-Seewen-Stand: «Es kann doch nicht sein, dass die Freiwilligen noch abgezockt werden.»

Weil auch ihre Kunden Eintritt hätten bezahlen müssen, haben einige Geschäfte Konsequenzen gezogen. «Wir haben den Laden zugemacht und die Kundschaft informiert», sagt Jörg Müller von Nova-Optik.

Der Aufwand für die Kontrolle der Ausnahmen wäre schlicht zu gross gewesen, begründet OK-Präsident Josef Märchy die rigorose Handhabung: «Nur so konnte ein günstiges und tolles Fest für jedermann erreicht werden.»

Die Gemeinde liess gestern auf Anfrage verlauten, sie habe diese Entscheide dem OK überlassen. Die Rechtmässigkeit des Vorgehens ist dennoch fraglich: «Das ist totaler Unfug. Es muss für einen Anwohner möglich sein, ohne zu zahlen nach Hause zu kommen», so Rechtsanwalt Valentin Landmann.

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