Aktualisiert 19.08.2009 21:21

HardbrückeAnwohner wehren sich gegen Lärm

An der Zürcher Hardbrücke wird zurzeit rund um die Uhr gebaut. Anwohner fühlen sich gestört und wollen sich nun wehren.

von
Regina Ryser

Anne Lorenz, Anwohnerin der Hardbrücke, hat in den letzten Tagen kein Auge zugetan: «In der Nacht hörte ich ständig, wie Bauarbeiter mit einem Hammer auf Metall einschlugen.» Auch Ohropax hätten ihr wenig geholfen, die nächtlichen Sanierungsarbeiten an der Hardbrücke zu überhören. «24 Stunden lang Baulärm zerrt an den Nerven und ist nicht auszuhalten», sagt sie.

Vom Vorschlag der bürgerlichen Parteien, rund um die Uhr und am Wochenende an der Brücke zu arbeiten (20 Minuten berichtete), ist sie gar nicht begeistert: Mit rund 60 Anwohnern bespricht Lorenz nun, wie sie die Nachtarbeiten verhindern könnten. «So einen Lärm wie in den letzten Nächten halte ich nicht zwei Jahre aus.»

Der stellvertretende Stadtingenieur Vilmar Krähenbühl bestätigt, dass man zuletzt ganze Nächte durchgearbeitet habe: «Wir montierten Baugerüste über dem SBB-Gleis. Dies geht nur, wenn keine Züge verkehren.» Dabei handle es sich aber lediglich um Ausnahmen: Die Nachtruhe der Anwohner solle nicht zu sehr gestört werden. Man denke aber darüber nach, zwei Schichten von 6 bis 22 Uhr einzuführen.

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