Zu viel Kinderlärm : Anwohner wehrten sich erfolglos gegen Krippe

Aktualisiert

Zu viel Kinderlärm Anwohner wehrten sich erfolglos gegen Krippe

Dass eine geplante Kinderkrippe in einem ruhigen Zürcher Wohnquartier Lärm verursachen wird, passt den Anwohnern nicht. Das Gericht schmetterte jedoch ihren Rekurs ab.

von
som
Die Kinderkrippe darf in einem ruhigen Wohnquartier gebaut werden.

Die Kinderkrippe darf in einem ruhigen Wohnquartier gebaut werden.

Das kantonale Baurekursgericht musste sich mit einer geplanten Kinderkrippe in einem ruhigen Stadtzürcher Wohnquartier beschäftigten. Ein Dutzend Anwohner wehrten sich dagegen, dass im Erd- und Dachgeschoss eines zweigeschossigen Wohnhauses eine Krippe mit bis zu 29 Betreuungsplätzen entstehen soll – auch sollten die Kinder in Gruppen im parkähnlichen Garten spielen können, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt.

Ihr Rekurs hatte jedoch keine Chance. Nachbarn haben auch in einer ruhigeren Wohnzone den Lärm von maximal 20 Kindern, die im Freien spielen, zu dulden, hielt das Baurekursgericht in einem kürzlich publizierten Entscheid fest. Der Lärm von Kindern, die in Nachbargärten, Innenhöfen oder auf dem Trottoir spielen, sei für ein Wohnquartier «geradezu typisch», schreibt es.

Projekt ist zonenkonform

Auch wenn das Krippenprojekt den vorgeschriebenen Wohnanteil von mindestens 90 Prozent deutlich unterschreitet, spricht gemäss Gericht nichts dagegen. Eine Kinderkrippe sei mit der Wohnnutzung eng verwandt, da sich anstelle der Eltern andere Betreuungspersonen um die Kinder kümmern, argumentiert das Gericht. Die Nutzung sei daher zonenkonform. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig.

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