Bern: Anzeige droht wegen «Kill Trump»-Banner
Aktualisiert

BernAnzeige droht wegen «Kill Trump»-Banner

Bei einer Anti-WEF-Demo in Bern waren Teilnehmer mit einem «Kill Trump»-Transparent zu sehen. Die Polizei will den Sachverhalt nun abklären.

von
roy
1 / 11
Am 13. Januar fand die Anti-WEF-Demonstration in Bern statt.

Am 13. Januar fand die Anti-WEF-Demonstration in Bern statt.

Reuters/Arnd Wiegmann
Die Polizei liess die Demonstranten trotz fehlender Bewilligung durch die Berner Altstadt ziehen.

Die Polizei liess die Demonstranten trotz fehlender Bewilligung durch die Berner Altstadt ziehen.

Reuters/Arnd Wiegmann
Nur wenige Tage vor der Demo wurde bekannt, dass US-Präsident Donald Trump am WEF in Davos teilnehmen wird.

Nur wenige Tage vor der Demo wurde bekannt, dass US-Präsident Donald Trump am WEF in Davos teilnehmen wird.

Reuters/Arnd Wiegmann

An einer unbewilligten Demonstration in der Stadt Bern am Samstagnachmittag trugen Teilnehmer ein grosses Transparent mit der Aufschrift «Kill Trump» durch die Gassen. Die Polizei hat Kenntnis von der Aktion. Laut einem Polizeisprecher wird der Sachverhalt nun abgeklärt. Den Aktivisten droht gemäss «SonntagsZeitung» eine Anzeige.

Für die Demonstration war ein Grossaufgebot der Polizei notwendig. Berner Sicherheitspolitiker fordern, dass sich der Bund an den Kosten beteiligt. Denn die Demo sei provoziert worden durch das WEF. In der gleichen Logik wie sich der Bund an der Sicherheit in Davos beteilige, müsste sich der Bund auch in Städten wie Bern oder Zürich beteiligen, fordern der Stadtberner Polizeidirektor Reto Nause und Christoph Neuhaus, Justizdirektor des Kantons Bern.

Anti-WEF-Demo in Bern

Polizei stoppt Marsch auf US-Botschaft. (Video: Tamedia/SDA)

Polizei stoppt Marsch auf US-Botschaft. (Video: Tamedia/SDA)

Auch bei Politikern sorgt der angekündigte Besuch des US-Präsidenten nun auf breiter Ebene für Zündstoff. Bundespräsident Alain Berset gerät unter Druck. Denn nach den Jungsozialisten melden sich nun auch Christoph Blocher und CVP-Präsident Gerhard Pfister zu Wort.

Blocher kritisiert, Bundespräsident Alain Berset habe sich mit seinem Wunsch, Trump zu treffen, ungebührend angebiedert. Pfister und Blocher fordern, dass sich Berset beim Treffen auf protokollarische Höflichkeiten beschränkt und keinesfalls internationale Themen anschneidet. Für Nationalräte aus der SP sind die Forderungen der beiden Polit-Schwergewichte blanker Hohn. Berset ist zwischen den Fronten.

Deine Meinung