Aktualisiert 01.04.2010 22:00

Rebstein SGAnzeige gegen Ostschweizer Altersheim

Seit Wochen häufen sich die Beschwerden über die unhaltbaren Zustände im Alterheim Geserhus in Rebstein. Jetzt handelt der Kanton St. Gallen. Er hat Strafanzeige eingereicht.

von
jcg

Am Donnerstag hat die unabhängige Beschwerdestelle für das Alter (UBA) das Kind beim Namen genannt: Im Altersheim Geserhus herrschen demnach katastrophale Zustände. Dabei stützt sich die UBA auf Berichte von 28 Personen, die sich seit Herbst 2009 über schwere Missstände im Altersheim beschwert haben.

Der Kanton St. Gallen droht nun dem Altersheim die Zulassung zu entziehen, wie die Nachrichtensendung «10vor10» von Schweizer Fernsehen berichtet. «Die Angehörigen sind empört», sagt Ruth Meisser von der Unabhängigen Beschwerdestelle für das Alter gegenüber «10vor10». «Man hat zu wenig Zeit um den Bewohnern Essen einzugeben, und so haben sie Hunger.» Zudem sollen Bewohner eingesperrt oder mit Medikamenten ruhiggestellt werden.

Andreas Eggenberger, der Verwaltungsrats-Präsident des Altersheims, lässt die Vorwürfe nicht gelten. Er gab sich gegenüber «10vor10» davon überzeugt, dass die Betreuung sehr gut sei und die Leute genug zu essen kriegten. Trotzdem will er die Anschuldigungen ernst nehmen und hat ein Treuhandbüro damit beauftragt, die Vorwürfe zu prüfen.

Nichtsdestotrotz wird nach einer Strafanzeige des Kanton nun wegen Verdachts auf einfache Körperverletzung ermittelt. Innert Monatsfrist muss die Gemeinde zudem Verbesserungsvorschläge einzureichen, sonst droht der Entzug der Zulassung.

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