Internet-Riese wankt: AOL entlässt 1200 Angestellte
Aktualisiert

Internet-Riese wanktAOL entlässt 1200 Angestellte

Das Internet-Unternehmen AOL entlässt noch in dieser Woche rund 1200 Beschäftigte. Einem freiwilligen Ausscheiden hätten nur 1100 Mitarbeiter zugestimmt. Um das Ziel von 2300 Stellenstreichungen zu erreichen, seien nun Kündigungen erforderlich, sagte AOL-Sprecherin Tricia Primrose in San Francisco.

Der Internet-Konzern AOL lässt massiv Federn.

Der Internet-Konzern AOL lässt massiv Federn.

Bereits am Montag hatte AOL Deutschland bekanntgegeben, dass alle vier Standorte in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München geschlossen werden. Das bedeutet den Jobverlust für 140 Menschen. Die Dependancen in Spanien und Schweden sollen ebenfalls geschlossen werden, in Frankreich wird noch verhandelt.

Im November gab AOL bekannt, wegen des massiven Kostendrucks jeden dritten Arbeitsplatz abzubauen. Damit sollten rund 300 Millionen Dollar (200 Millionen Euro) eingespart werden.

AOL gehörte zu den Internet-Providern, die den Zugang zum globalen Computernetz zum Massengeschäft gemacht haben. 2001 übernahm AOL den Medienkonzern Time Warner. Nach zunehmend schwächeren Geschäften hat sich Time Warner im Dezember wieder von AOL getrennt.

Mit dem jüngsten Stellenabbau schrumpft die Beschäftigtenzahl von AOL auf weniger als ein Viertel gegenüber 2004 zusammen. Als Reaktion auf die Streichungsankündigung legte der Börsenkurs in den USA am Montag leicht um 1,1 Prozent zu. (dapd)

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