«Test-Tsunami» - Apotheker warnen Reiselustige vor Testengpass
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«Test-Tsunami»Apotheker warnen Reiselustige vor Testengpass

Viele Reisewillige brauchen einen Covid-Test, doch die Termine sind ausgebucht. Für einige dürfte es knapp werden.

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Mangelware: Corona-Schnelltest in einer Apotheke. (Archivbild)

Mangelware: Corona-Schnelltest in einer Apotheke. (Archivbild)

20min/Michael Scherrer
Die Schulferien und die Cluböffnungen bringen die Testzentren an den Anschlag.

Die Schulferien und die Cluböffnungen bringen die Testzentren an den Anschlag.

20min/Marco Zangger

Darum gehts

  • Viele Reisende brauchen für ihre Ferienpläne einen Covid-Test.

  • Testzentren und Apotheken sind im Kanton Zürich am Anschlag, auch darum, weil das Ausgehvolk mit Testzertifikat wieder in Clubs kommt.

  • Die Projektleiterin Testen beim Zürcher Apothekerverband fordert die Reiselustigen zu einer Verzichtsplanung auf.

Im Testzentrum in Zürich gibt keine freien Termine in den Tagen vor Schulferienbeginn am 17. Juli im Kanton Zürich. Das Drive-in-Zentrum in Dübendorf ist ausgebucht. In den Tagen vor Ferienbeginn wird die Nachfrage nach PCR- und Antigen-Schnelltests, die in zahlreichen Ländern zur Einreise benötigt werden, nochmals spürbar zunehmen.

Wie der «Tages-Anzeiger» schreibt, seien zudem die Apotheken am Anschlag, seit das Ausgehvolk mit Testzertifikat wieder in die Clubs kommt. Natalia Blarer sieht schwarz: «Es gibt viel zu wenige Testkapazitäten. Wir können das gar nicht stemmen», sagt die Projektleiterin Testen beim Zürcher Apothekerverband. Sie spricht von einem «Test-Tsunami» und fordert die Reiselustigen, die auf einen Test angewiesen sind, zur Verzichtsplanung auf.

Am Wochenende kam es in der Apotheke und dem dazugehörigen Testkabäuschen von Natalia Blarer an der Europaallee in Zürich zu einem Test-Tourismus aus dem Aargau. Im Nachbarkanton haben viele Apotheken aufgehört zu testen – unter anderem weil der Bund die Tarife auf Juli gesenkt hat. «Es kamen zusätzlich Familien, die sagten, sie hätten einen Flug in zwei Stunden», sagte Blarer der Zeitung.

Gesundheitsdirektion ist gelassen

Die Apothekerin kritisiert den Bund, der «die Schleusen fürs Reisen und das Nachtleben öffnete, aber die Bedingungen nicht verbesserte». Im Gegenteil: Er senkte die Apothekentarife für die Schnelltests, welche für die Testwilligen kostenlos sind, von 54.50 auf 47 Franken.

Die Zürcher Gesundheitsdirektion ist weniger alarmiert: «Wir sind zuversichtlich, dass wir gewappnet sind», schreibt sie. Ob es Absichten gibt, die Impfzentren fürs Testen zu öffnen, beantwortet sie so: «Eine örtliche Ausdehnung der bestehenden Testorte wird geprüft.» Gleichzeitig kündigten die Zentren in Zürich und Dübendorf an, die Kapazitäten zu erhöhen, wie der «Tages-Anzeiger» weiter schreibt.

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(chk)

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