SBB: App zeigt an, in welchem Waggon es noch Platz hat
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SBBApp zeigt an, in welchem Waggon es noch Platz hat

Auf die Anzeigetafel richten und staunen: Eine neue App der SBB überlagert Realität mit virtuellen Infos. Dahinter steckt Technologie von Google.

von
tob
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SBB-App der Zukunft: Mit AR Preview verschmelzen Realität und virtuelle Informationen. Richtet man die App, die auf neueren Android-Smartphones läuft, auf eine Perronanzeigetafel, erhält man sofort weitere Informationen zur Verbindung.

SBB-App der Zukunft: Mit AR Preview verschmelzen Realität und virtuelle Informationen. Richtet man die App, die auf neueren Android-Smartphones läuft, auf eine Perronanzeigetafel, erhält man sofort weitere Informationen zur Verbindung.

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So werden zum Beispiel einzelne Zwischenhalte angezeigt.

So werden zum Beispiel einzelne Zwischenhalte angezeigt.

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Besonders praktisch: Es ist zu sehen, in welchem Waggon es voraussichtlich noch freie Sitzplätze hat. Dies basiere auf «relativ präzisen Prognosen», erklärt die SBB. Bis anhin war diese Information nur über die Desktopversion des Fahrplans abrufbar.

Besonders praktisch: Es ist zu sehen, in welchem Waggon es voraussichtlich noch freie Sitzplätze hat. Dies basiere auf «relativ präzisen Prognosen», erklärt die SBB. Bis anhin war diese Information nur über die Desktopversion des Fahrplans abrufbar.

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Es fühlt sich so an, als wäre man in die Zukunft gereist: Die App mit dem etwas sperrigen Namen SBB AR Preview lässt die reale mit der virtuellen Welt verschmelzen.

Steht man auf dem Perron im Hauptbahnhof Zürich – nur hier funktioniert die App bislang – und richtet das Handy auf die Anzeigetafel, erhält man weitere Details zur Verbindung angezeigt. Dazu gehören unter anderem die einzelnen Zwischenhalte.

Wo soll ich sitzen?

Doch es gibt noch mehr: Auf einen Blick ist ersichtlich, in welchem Wagen es noch freie Sitzplätze hat. «Die Daten basieren auf Erhebungen von Fahrgastzahlen. Es fliessen auch der Wochentag und Reservationen in die Berechnung ein», erklärt Christian Ginsig, Mediensprecher der SBB. Bisher waren diese «wagenscharfen Belegungsprognosen» nur im Desktop-Online-Fahrplan ersichtlich.

Weiter hilft die AR-App auch bei der Orientierung am HB. Das Programm basiert auf Augmented-Reality-Technologie. Entwickelt wurde diese von Google. «Wir freuen uns, dass die SBB mit dieser sehr frühen Produktversion experimentiert, die sich erst in einer Pilotphase befindet», sagt Matthias Meyer, Unternehmenssprecher von Google Schweiz.

So will die SBB pünktlicher werden.

Zwischen der SBB und Google besteht seit mehreren Jahren eine Zusammenarbeit. So wurde der Bahnhof etwa mit 360°-Aufnahmen digitalisiert. Die SBB AR Preview App ist ab sofort im Play Store von Google als kostenloser Download erhältlich.

Die mit der App erhobenen Standortdaten werden laut der SBB anonymisiert. Der Datenfluss an Google stehe aber ausserhalb des Einflussbereichs der SBB, heisst es in den AGB.

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