Medienbericht: App zeigt an, wo Prinz William im Einsatz steht
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MedienberichtApp zeigt an, wo Prinz William im Einsatz steht

Das britische Blatt «The Mail on Sunday» will mit einer App einen Flug von Prinz William als Rettungshelikopterpilot genau beobachtet haben. Eine Sicherheitslücke?

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woz
Engagiert: Prinz William vor seinem ersten Einsatz als Rettungshelikopterpilot der East Anglian Air Ambulance. (13. Juli 2015)

Engagiert: Prinz William vor seinem ersten Einsatz als Rettungshelikopterpilot der East Anglian Air Ambulance. (13. Juli 2015)

Die Zeitung «The Mail on Sunday» will eine Sicherheitslücke im britischen Königshaus aufgedeckt haben. Mit einer Smartphone-App für umgerechnet rund 4,20 Euro habe sie einen Einsatz von Prinz William als Pilot eines Rettungshelikopter verfolgen können, berichtete die Zeitung. Journalisten hätten damit genau bestimmen können, wo die Nummer zwei der britischen Thronfolge den Helikopter der East Anglian Air Ambulance landen wollte.

Die Zeitung veröffentlichte Fotos, die offenbar Williams Hubschrauber bei der Landung und den Prinzen selbst zeigten, wie er am Boden mit Kollegen spricht. Gegen eine kleine zusätzliche Gebühr, so die «Mail on Sunday», könnten Nutzer der App jedes Mal, wenn der von William genutzte Helikopter zu einem Einsatz abhebe, eine Benachrichtigung bekommen.

Sicherheitsexperte: «Ich sehe kein Problem»

Der Luftsicherheitsexperte Christopher Yates sagte der Nachrichtenagentur AP, es wäre relativ leicht, die Software so zu verändern, dass Williams Hubschrauber nicht verfolgt werden könne. Doch wäre eine solche Änderung nicht nötig, auch wenn William als Rettungspilot vermutlich ohne Leibwächter unterwegs ist, wie Yates weiter sagte.

In den meisten Fällen tauche ein gerufener Rettungshubschrauber am Ort des Notfalls auf, hole jemanden ab und verschwinde wieder, sagte Yates. «Wenn es einen Beobachter gäbe, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass er vor Ort ist, wenn er (William) eintrifft, ziemlich gering», erklärte der Experte. «Und wir wissen nicht von einem Tag auf den anderen, ob er (William) an Bord sein wird. Also sehe ich kein Problem.»

Williams Pressebüro wollte sich nicht dazu äussern und erklärte, es handele sich um eine Sicherheitsangelegenheit. Die Londoner Polizei wollte ebenfalls keinen Kommentar abgeben. (woz/sda)

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