Aktualisiert 14.08.2005 19:05

Appenzell: Iraker verletzt 5 Einheimische mit Messer

Ein Streit mitten in Appenzell ist am Wochenende zu einer Messerstecherei mit fünf Verletzten ausgeartet. In Appenzell ist man schockiert.

Zum Streit ist es am frühen Samstagmorgen gekommen: Beim «Platteneck» gerieten sechs einheimische Handwerker und zwei irakische Asylbewerber aneinander. Aus noch ungeklärten Gründen begann einer der Iraker, wild mit einem Messer um sich zu stechen. Der 23-Jährige verletzte fünf der sechs Einheimischen zum Teil erheblich. Ein 38-jähriger Handwerker erlitt Verletzungen im Herzbereich und musste ins Kantonsspital St. Gallen eingeliefert werden. Die Verletzung war allerdings nicht lebensgefährlich. Die vier anderen Personen wurden ambulant behandelt. Der ausgerastete Iraker sitzt in Untersuchungshaft.

Kurz vor dem Streit war die Gruppe Einheimischer von einem Richtfest kommend im Restaurant Sternen eingekehrt. «Um halb zwei sind sie gegangen. Kurz darauf kam aber einer ganz aufgeregt zurück und verlangte dringend nach Wasser: Offenbar hatte das am schwersten verletzte Opfer wahnsinnigen Durst», erzählt der Sternen-Wirt.

In Appenzell ist man über die Bluttat schockiert. «So etwas hat es bei uns noch nie gegeben», sagt Koni, der nicht mit vollem Namen genannt werden will. In der Gerüchteküche brodelte es gestern heftig. Von den Behörden war hingegen wenig zu erfahren.

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