Aktualisiert 05.10.2006 12:27

Apple-Chef entschuldigt sich bei Aktionären und Mitarbeitern

In der Affäre um manipulierte Aktienoptionen beim US-Computerhersteller Apple hat Unternehmenschef Steve Jobs laut einem internen Untersuchungsbericht die Rolle eines Mitwissers gespielt. Jobs entschuldigte sich dafür.

Jobs sei über die unerlaubte Rückdatierung der Optionen bei deren Vergabe an Mitarbeiter informiert gewesen, heisst es in dem am Mittwoch (Ortszeit) am Firmensitz im kalifornischen Cupertino veröffentlichten Bericht.

Jedoch habe er persönlich nicht von diesen Praktiken profitiert, selbst keine dieser Optionen empfangen und auch nichts von den Auswirkungen der Unregelmässigkeiten auf die Buchhaltung gewusst, erklärte die vom Verwaltungsrat eingesetzte Untersuchungskommission.

Mit den Rückdatierungen von Aktionenoptionen im Zeitraum zwischen 1997 und 2002 war deren Wert künstlich gesteigert worden. Jobs entschuldigte sich bei den Mitarbeitern und Aktionären von Apple für diese Unregelmässigkeiten. Sie passten «ganz und gar nicht zum Charakter» des Unternehmens, erklärte er.

Nun solle so rasch wie möglich Vorsorge getroffen werden, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholten. In dem Untersuchungsbericht hiess es ferner, es gebe «ernsthafte Bedenken» wegen der Rolle von zwei ehemaligen führenden Mitarbeitern bei der Bilanzierung der Aktienoptionen. Details dazu veröffentlichte Apple nicht. Die Einzelheiten seien der Börsenaufsichtsbehörde SEC übermittelt worden, hiess es.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.