Aktualisiert 31.03.2010 13:51

AdWords

Apple erklärt Microsoft den Anzeigenkrieg

Sie sind die ewigen Rivalen der IT-Branche: Nun ärgert der Apfel-Konzern die Redmonder mit Werbung für seine Produkte. Diese sehen Google-Nutzer, die sich für Windows 7 interessieren.

von
hst

Microsofts neues Betriebssystem Windows 7 ist seit dem 22. Oktober auf dem Markt. Wer den vielen überwiegend positiven Testberichten wie dem von 20 Minuten Online nicht ohne Weiteres traut, kann sich direkt bei Microsoft eine 90-Tage-Testversion herunterladen und sich ein eigenes Bild machen.

Google liefert beispielsweise für die Suchanfrage «download windows 7» nach eigenen Angaben rund 230 Millionen Treffer. Wie thenextweb.com berichtet, hat Apple diese Stichwörter in Googles Anzeigenangebot AdWords gebucht. Denn wer auf der US-Seite des Suchmaschinenanbieters «download windows 7» oder «windows 7 download »eingibt, sieht zeitweilig Apple-Anzeigen eingeblendet, wie im obigen Screenshot belegt. Im Text ist zu lesen: «Es gab noch nie einen besseren Zeitpunkt, auf einen Mac umzusteigen. Finden Sie heraus, warum.» Weder Apple noch Microsoft haben das Ganze bislang kommentiert. In den Allgemeinen Geschäftsbedinungen von Google heisst es zu diesem Thema: «Google ist als Anbieter für Anzeigenflächen nicht in der Position, Markenkontroversen zwischen AdWords-Kunden und Markeninhabern zu schlichten. Unsere Geschäftsbedingungen legen fest, dass allein unsere AdWords-Kunden für den jeweils ausgewählten Anzeigeninhalt und die Keywords verantwortlich sind. Wir empfehlen daher Markeninhabern, Kontroversen direkt mit unseren Kunden beizulegen. Insbesondere deshalb, weil die Kunden eventuell ähnliche Anzeigen auf anderen Websites schalten. Wir sind jedoch bereit, berechtigte Beschwerden für Markeninhaber in begrenztem Umfang zu untersuchen.»

Microsoft und GSoA haben etwas gemeinsam

Wie 20 Minuten Online berichtete, hatte die Arbeitsgemeinschaft für eine wirksame und friedenssichernde Milizarmee (AWM) ähnliches Marketing betrieben. Opfer war die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA). Denn wer bei Google «GSoA» eingab, sah Anzeigen, die auf die AWM-Webseite verwiesen.

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