Apple: Erweiterter Datenschutz für iCloud bei iOS 16.3

Publiziert

iOS 16.3Apple erweitert Datenschutz bei iCloud – so aktivierst du die Funktion

Der iPhone-Hersteller hat mit dem erweiterten Datenschutz eine neue Funktion im Angebot. Damit werden Daten auf der iCloud fortan Ende-zu-Ende-verschlüsselt. 

von
Tobias Bolzern
1 / 2
Die iCloud wird sicherer: Apple bringt den erweiterten Datenschutz in die Schweiz. 

Die iCloud wird sicherer: Apple bringt den erweiterten Datenschutz in die Schweiz. 

20min/Marco Zangger
Die neue Funktion kann in den Einstellungen aktiviert werden. 

Die neue Funktion kann in den Einstellungen aktiviert werden. 

Apple

Darum gehts

  • Apple hat mit iOS 16.3 eine Aktualisierung fürs iPhone veröffentlicht. 

  • Das Update bringt mehr Funktionen und Sicherheitseinstellungen mit sich.

  • Der erweiterte Datenschutz eignet sich aber nicht für alle Nutzenden.

  • Zudem hat Apple Schulungen zum Thema Datenschutz angekündigt.

Dass iCloud für Behörden ein offenes Buch ist, dafür wurde Apple in der Vergangenheit harsch kritisiert. So ist zwar die Kommunikation mit iMessage verschlüsselt, die iCloud ist es aber nicht. Die Daten rückt Apple auf Anfrage auch an Behörden raus. So erhielt der Hersteller in der ersten Jahreshälfte 2021 in den USA mehr als 7000 Anfragen von Strafverfolgungsbehörden. Neun von zehn wurden gewährt, berichtet der «Guardian».

Damit soll nun Schluss sein. Apple hat einen erweiterten Datenschutz für Nutzerinnen und Nutzer ausgerollt. Mit der Softwareversion iOS 16.3 für iPhones erhält man die Möglichkeit, seine iCloud abzuriegeln. Damit ist es möglich, einen Grossteil der iCloud-Dienste mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu nutzen. Standardmässig bleibt die Funktion jedoch deaktiviert.

Erweiterter Datenschutz bei Apple: So gehts

Bisher werden bereits 14 Datenkategorien in der iCloud Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Darunter Passwörter oder Gesundheitsdaten. Wenn die neue Funktion aktiviert wird, steigt die Zahl auf 23. Neu sind dann auch Notizen, Fotos, Kalender und Back-ups besser geschützt.

Die Funktion kann in den Einstellungen unter dem Punkt iCloud aktiviert werden. Dort scrollt man nach unten und findet unter dem Punkt «Erweiterter Datenschutz» die Option, um das Feature zu aktivieren. Dafür müssen alle Geräte im eigenen Ökosystem auf dem neusten Stand sein. Dann muss man den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen.

Wichtig ist, dass man einen Wiederherstellungsschlüssel kreiert oder einen Kontakt wählt, um im Notfall Zugriff auf das eigene Konto zu erhalten, wenn man selbst keinen mehr hat. Sprich, man ist fortan selbst verantwortlich für seine Daten: Apple kann also nicht mehr helfen, wenn man sein Passwort verloren hat – dessen sollte man sich bewusst sein. 

Der ausgewählte Kontakt hat dabei selbst keinen Zugriff auf die Daten. Er ist nur dazu da, im Fall der Fälle den Code zu erhalten, um die iCloud zu entsperren. Wichtig: Aktiviert man den erweiterten Datenschutz, hat man über icloud.com nicht mehr sofort Zugriff darauf. Dieser muss dann manuell über ein Gerät autorisiert werden.

Schulung im Apple Store

Am 28. Januar startet Apple zudem eine neue Schulungsreihe in seinen Stores. Der Workshop mit dem Titel «Skills: Schütze deine Daten auf dem iPhone» soll interessierten Nutzerinnen und Nutzern das Einmaleins des Datenschutzes vermitteln. Abgedeckt werden etwa  die Themen E-Mail, Ortungsdienste und Sicherheitsprüfungen. Die kostenlosen Sessions werden in allen Apple Stores weltweit angeboten. 

Weiter behebt das Update auf iOS 16.3 einen Fehler, der Streifen auf dem Bildschirm des iPhone 14 Pro Max anzeigte. Auch weitere, kleinere Verbesserungen sind enthalten. Zudem benötigt man das System, wenn der neue Homepod genutzt werden will. 

Sind deine Daten gut geschützt?

Keine News mehr verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

Deine Meinung

2 Kommentare