Saudi Aramco: Apple ist nicht mehr das wertvollste Unternehmen der Welt
Publiziert

Saudi AramcoApple ist nicht mehr das wertvollste Unternehmen der Welt

Der US-Tech-Riese bekommt die weltweiten Auswirkungen von Lieferengpässen und Corona-Lockdowns in China zu spüren. Und wurde jetzt an der Spitze der wertigsten Unternehmen vom staatlichen Ölförderer Saudi Aramco abgelöst. Dessen Vorteil: der steigende Ölpreis.

1 / 4
Saudi Aramco ist neu das wertvollste Unternehmen der Welt.

Saudi Aramco ist neu das wertvollste Unternehmen der Welt.

AFP
Noch befindet sich das Unternehmen mehrheitlich in der Hand des saudischen Staates. Der umstrittene Kronprinz Mohammad bin Salman kündigte jedoch vor kurzem an, dass dieser Anteile abstossen werde.

Noch befindet sich das Unternehmen mehrheitlich in der Hand des saudischen Staates. Der umstrittene Kronprinz Mohammad bin Salman kündigte jedoch vor kurzem an, dass dieser Anteile abstossen werde.

AFP
Saudi Aramco profitiert von den weltweit steigenden Ölpreisen und einer erhöhten Nachfrage nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine.

Saudi Aramco profitiert von den weltweit steigenden Ölpreisen und einer erhöhten Nachfrage nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine.

AFP

Darum gehts

  • Das grösste Ölförderunternehmen der Welt, Saudi Aramco, ist neu das wertvollste Unternehmen der Welt.

  • Der Staatskonzern löst den Techriesen Apple an der Spitze der Rangliste ab.

  • Die beiden Unternehmen spüren die aktuellen Wirren in der Welt auf unterschiedliche Weise.

Der Ölriese Saudi Aramco hat angesichts der hohen Energiepreise den iPhone-Hersteller Apple als wertvollstes Unternehmen der Welt entthront. Die teilstaatliche saudiarabische Gesellschaft, die als grösstes ölproduzierendes Unternehmen der Welt gilt, wurde auf der Grundlage des Aktienkurses bei Börsenschluss am Mittwoch mit 2,42 Billionen Dollar (2,4 Billionen Franken) bewertet. Der Börsenwert des US-Technologiekonzerns Apple sank auf 2,37 Billionen Dollar.

Aussichten im Öl – deutlich besser als im Technologiesektor

Während Saudi Aramco vom hohen Ölpreis profitiert, waren die Technologiewerte in den vergangenen Wochen eingebrochen. Apple hatte zuletzt vor milliardenschweren negativen Auswirkungen durch die Corona-Massnahmen in China gewarnt, sowohl was die Nachfrage als auch die Lieferkette betrifft. Am pessimistischen Ausblick der Investoren konnten auch die überraschend guten Verkaufszahlen für die ersten drei Monate des Jahres wenig ändern.

Saudi Aramco vermeldete hingegen kürzlich eine Verdopplung des Unternehmensgewinns für das vergangene Jahr und begründete dies mit der Erholung der weltweiten Nachfrage nach der Corona-Pandemie. Der russische Einmarsch in der Ukraine hat die Nachfrage seitdem noch einmal stark gesteigert.

Konzern verspricht, noch mehr Öl zu fördern

Im Jahr 2021 stieg der Nettogewinn des Ölriesen auf 110 Milliarden Dollar; 2020 waren es 49 Milliarden Dollar gewesen. Allerdings hatte der Konzern in den vergangenen Monaten mit Unterbrechungen durch Angriffe der Huthi-Rebellen aus dem Jemen auf die Öl-Infrastruktur Saudiarabiens zu kämpfen. Zudem könnte die derzeit steigende Inflation zu einem Rückgang der Verbraucherausgaben führen – und damit auch die Ölnachfrage verringern.

Konzernchef Amin Nasser verwies deshalb in seinem Ausblick für Saudi Aramco darauf, dass es angesichts «geopolitischer Faktoren» Unsicherheit gebe. Der Konzern habe zuletzt aber «Fortschritte» unter anderem bei der Erhöhung der Produktionskapazitäten bei Rohöl und auch bei seinem «Gasexpansionsprogramm» gemacht. 2021 hätten sich die wirtschaftlichen Bedingungen «erheblich verbessert», erklärte der Aramco-Chef. 

Bleiben Sie über Wirtschaftsthemen informiert

Wenn Sie die Benachrichtigungen des Wirtschaftskanals abonnieren, bleiben Sie stets top informiert über die Entwicklungen der Business-Welt. Erfahren Sie dank des Dienstes zuerst, welcher Boss mit dem Rücken zur Wand steht oder ob Ihr Job bald durch einen Roboter erledigt wird. Abonnieren Sie hier den Wirtschafts-Push (funktioniert nur in der App)!


Social Media

Sie finden uns übrigens auch auf FacebookInstagram und Twitter!

(AFP/pme)

Deine Meinung

0 Kommentare