Aktualisiert 27.07.2009 01:20

Neuer Google-Service

Apple sperrt Google-App aus

Vor der Sperrung im App-Store sind nicht einmal die ganz grossen Player sicher: Apple hat Google die Freischaltung einer neuen Applikation verweigert.

von
ast

Google liess allerdings nicht lange auf sich warten und veröffentlichte seinen neuen Service kurzerhand als Web-Anwendung. Google Latitude zeigt Anwendern an, wo sich Freunde und Bekannte gerade befinden.

Sichtbar sind natürlich nur diejenigen Bekannten, die den Dienst ebenfalls installiert haben und den Zugriff auf die eigenen Geodaten erlauben. Der Dienst ist nicht nur fürs iPhone verfügbar, sondern steht jedem Web-Anwender offen - nur ist die Funktion bei stationärem Einsatz beschränkt sinnvoll.

Wer die Anwendung vom iPhone aus nutzen will, muss ständig eine Internet-Verbindung offen halten und Google die Erlaubnis zum Zugriff auf Standortdaten geben. Ausserdem ist ein Gmail-Account erforderlich, dessen Zugangsdaten man einmalig speichern muss. Auch die Freunde benötigen alle einen Gmail-Account.

Google teilte im offiziellen Mobile Blog mit, Apple habe beim Einstellen der Applikation verlangt, daraus einen Web-Service zu machen. Die Anwender würden den Dienst sonst mit der mitgelieferten Karten-Anwendung - die ebenfalls auf Google Maps basiert - verwechseln.

Seltsam - die Verwirrung bei der gleichzeitigen Nutzung von Google Maps und der ebenfalls erhältlichen Google-Earth-Applikation scheint bei Apple weniger gross zu sein.

Der Suchmaschinenriese nahms jedenfalls gelassen. Er teilte trocken mit, man werde auch zukünftig eng mit Apple zusammenarbeiten, um nützliche Dienste zu entwickeln - sei es als Applikation oder als Webdienst.

Im Streit, ob der Palm Pre den iTunes Store nutzen darf, hat Apple übrigens am Freitag eingelenkt. Das einzige Konkurrenzgerät, das den Online-Musikladen nutzt, wird jetzt von Apple offiziell unterstützt.

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