13.09.2016 15:10

Luxusgüter

Apple streicht Gold-Watch – Uhrenbranche atmet auf

Mit einer goldenen Variante der Apple Watch wollte der Konzern die Luxusuhrenbranche aufmischen. Dies war nicht von Erfolg gekrönt.

von
swe
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Die Apple Watch in Gold ist von der Website verschwunden. Vermögende und Stars wie Beyoncé oder Kanye West trugen diese am Handgelenk.

Die Apple Watch in Gold ist von der Website verschwunden. Vermögende und Stars wie Beyoncé oder Kanye West trugen diese am Handgelenk.

beyonce.com
Das Unternehmen aus Cupertino fokussiert sich nun vermehrt auf den Fitnessbereich.

Das Unternehmen aus Cupertino fokussiert sich nun vermehrt auf den Fitnessbereich.

Apple macht nach eigenen Angaben mehr Umsatz mit seiner Uhr als alle anderen Uhrenhersteller ausser Rolex. Im Bild die neue Keramik-Variante der Uhr.

Apple macht nach eigenen Angaben mehr Umsatz mit seiner Uhr als alle anderen Uhrenhersteller ausser Rolex. Im Bild die neue Keramik-Variante der Uhr.

Letzte Woche präsentierte Apple die zweite Generation ihrer Uhrenlinie, die Series 2 genannt wird. Diese ist wasserdicht, hat GPS eingebaut und wird vor allem im Fitnessbereich vermarktet. Die goldene Edel-Variante ist von der Website verschwunden und wird durch ein Modell aus Keramik ersetzt.

Die Apple Watch mit Gold-Gehäuse in 18 Karat kostete mehr als 10'000 Franken und wurde an Stars wie Beyoncé oder Kanye West abgegeben. Ein stolzer Preis für ein Gadget, das nach kurzer Zeit technologisch veraltet ist. Denn im Gegensatz dazu haben mechanische Uhren einen bleibenden Wert. Solche Uhren werden gekauft und manchmal sogar den Kindern vererbt.

Kein Erfolg im Luxussegment

Jean Claude Biver, Präsident der Uhrenabteilung beim Luxusgüterunternehmen LVMH, gab gegenüber Bloomberg an: «Die Gold-Variante zu streichen ist ein Zeichen, dass Apple nicht in der gleichen Liga spielen kann wie gehobene Schweizer Uhrenhersteller.» Er sagte zudem, es sei gut, dass die Hersteller teurer Modelle nicht ins Smartwatch-Geschäft eingestiegen sind.

Von null auf Platz zwei

Dies bedeutet aber nicht, dass Apple der Schweizer Uhrenindustrie keine Sorgen bereitet. Während das höhere Preissegment von der Apple Watch nicht betroffen war, steht diese vor allem in Konkurrenz zu günstigeren Modellen. Gemäss eigenen Angaben ist das Unternehmen aus Cupertino beim Umsatz bereits an zweiter Stelle nach Rolex, wie CEO Tim Cook letzte Woche erwähnte. Konkrete Zahlen zum Umsatz wurden jedoch nicht herausgegeben.

Zusammenarbeit mit Hermès

Dass sich nun weitere Technologieunternehmen in die Luxusgüterwelt vorwagen, scheint nach dem Techblog Theverge.com unwahrscheinlich. Denn wenn es die grösste und beliebteste Marke der Welt nicht schaffe, sich gegen einige kleine Schweizer Firmen durchzusetzen, müssten dies andere gar nicht erst probieren. Ein kleines bisschen Luxus bleibt den elektronischen Uhren aber erhalten. Apple kooperiert mit dem französischen Hersteller Hermès. Dieser bietet raffinierte Lederarmbänder und ein eigenes Ziffernblatt.

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