Aktualisiert 13.09.2017 07:46

10-Jahr-JubiläumApple verkauft das Luxus-iPhone ab 1199 Franken

Apple zeigte am Dienstagabend eine ganze Reihe neuer Produkte. Wirkliche Überraschungen gab es jedoch wenig.

von
swe/tob
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Apple-CEO Tim Cook stellte am Dienstagabend beim Apple Campus in Cupertino das neue Spitzenmodell iPhone X vor.

Apple-CEO Tim Cook stellte am Dienstagabend beim Apple Campus in Cupertino das neue Spitzenmodell iPhone X vor.

AP/Marcio Jose Sanchez
Dieses verfügt über einen 5,8-Zoll-OLED-Bildschirm, den Apple «Super Retina» nennt. Es sei der erste OLED-Bildschirm, der gut genug für ein iPhone sei. Die Rück- und Vorderseite ist aus Glas. Der Home-Button indes gehört der Vergangenheit an.

Dieses verfügt über einen 5,8-Zoll-OLED-Bildschirm, den Apple «Super Retina» nennt. Es sei der erste OLED-Bildschirm, der gut genug für ein iPhone sei. Die Rück- und Vorderseite ist aus Glas. Der Home-Button indes gehört der Vergangenheit an.

AP/Marcio Jose Sanchez
Um das Handy zu benutzen, wird gewischt. Der Bildschirm wird mittels Face ID (Gesichtserkennung) entsperrt. Das Gesicht, heisst es neu bei Apple, ist das neue Passwort.

Um das Handy zu benutzen, wird gewischt. Der Bildschirm wird mittels Face ID (Gesichtserkennung) entsperrt. Das Gesicht, heisst es neu bei Apple, ist das neue Passwort.

AP/Marcio Jose Sanchez

«Es vergeht kein einziger Tag, an dem wir nicht an ihn denken.» Mit diesen Worten eröffnete Apple-CEO Tim Cook die Keynote am neuen Hauptsitz des Konzerns. Es war eine Hommage an den 2011 verstorbenen Apple-Mitgründer Steve Jobs.

«Er war ein Genie, und seine Philosophie wird immer in Apples DNA bleiben.» Im Steve Jobs Theater sollen künftig alle neuen Produkte enthüllt werden. Und davon gab es an dem ersten Anlass eine ganze Menge.

iPhone X

Ja, es sieht genau so aus wie in den Leaks. Mit dem iPhone X hat Apple ein Smartphone mit einem fast randlosen OLED-Bildschirm vorgestellt. Das sogenannte Super Retina Display misst 5,8 Zoll. Einen Home-Button sucht man beim Gerät vergebens. Aufwecken lässt es sich mit einem Klopfen auf das Display.

Neu wird das Handy mit dem Gesicht entsperrt. Der Prozess soll schnell und sicher sein, verspricht Apple. Bei der Demo auf der Bühne klappte das Entsperren allerdings erst beim zweiten Versuch. Auf das Gesicht werden 30'000 Infrarotpunkte projiziert. Die Frontkamera erfasst diese und vergleicht dann den Scan mit dem zuvor gespeicherten Muster.

Das iPhone X wird in der Schweiz ab 1199 Franken erhältlich sein.

Das ist das neue iPhone X

Kein Homeknopf und Gesichtserkennung. (Video: Tamedia/Apple)

Das neue iPhone X: Ohne Home-Button, dafür mit Gesichtserkennung. (Video: Tamedia/Apple)

Face ID

Die neue Technologie soll sicherer sein als ein Fingerabdruck, verspricht Apple. Das System soll sich weder mit Fotos noch mit Masken austricksen lassen. Kunden werden mit dem iPhone X damit auch in Läden per Apple Pay bezahlen können.

Die Gesichtserkennung macht auch Emojis lebendiger. So können sogenannte Animojis verschickt werden. Die dreidimensionalen Emojis übernehmen dabei direkt den Gesichtsausdruck der Nutzer.

Fail bei der iPhone-X-Vorführung

Bei der Vorführung der neuen Gesichtserkennung spielt das iPhone X nicht mit. (Video: Tamedia/Apple)

Missgeschick: Die Gesichtserkennung des iPhones X funktionierte bei der Präsentation nicht. Video: Tamedia/Apple

iPhone 8 und 8 Plus

Neue Kamera, neue Farben und eine Rückseite aus Glas. Das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus lassen sich neu auch kabellos aufladen. Der neue A11-Chip hat deutlich mehr Power als seine Vorgänger. Das soll neue Anwendungen möglich machen, etwa Spiele mit besserer Grafik.

Foto-Fans werden ebenfalls von dem A11-Chip profitieren, denn dieser ermöglicht einen neuen Modus für Porträtfotos. Der Chip analysiert während der Aufnahme das Gesicht des Sujets und bietet dann Beleuchtungseffekte an. Fotos sollen damit professioneller aussehen.

Das iPhone 8 und das 8 Plus sind in der Schweiz ab 839 Franken erhältlich. Die Speicherkapazität beim kleinsten Modell wurde auf 64 Gigabyte erhöht. Verkauft werden die Farben Space-Grau, Silber und eine neue Gold-Variante.

Apple Watch

Zwar nennt Apple nach wie vor keine genauen Verkaufszahlen zur Watch, doch laut Tim Cook hat die schlaue Uhr mittlerweile die Verkaufszahlen von Rolex übertroffen und sei damit nun auf Platz eins. Neu überwacht die Uhr den Puls noch genauer. So sollen Herzrhythmusstörungen erkannt werden. Der Träger wird informiert, wenn der Puls in die Höhe schnellt, obwohl man nicht aktiv ist.

Die Watch Series 3 wird zudem unabhängiger vom iPhone, da die Uhr direkt ans Mobilfunknetz angebunden ist. Die Watch nutze dafür die gleiche Nummer wie das iPhone, erklärte Apple. Möglich wird das mit einer E-SIM, die besonders klein ist. So kann man beispielsweise beim Joggen Musik streamen, ohne dabei das Handy mitnehmen zu müssen. Auch Siri funktioniert damit ohne iPhone, und auch Anrufe lassen sich so direkt am Handgelenk führen. Die Uhr mit SIM soll ab 449 Franken erhältlich sein.

Apple TV

Die graue TV-Box von Apple war in den vergangenen Jahren etwas angestaubt. Seit 2015 gab es kein Update für die Fernsehkiste mehr. Das soll sich sich nun ändern. Mit Apple TV 4K bringt der Hersteller das Gerät auf den heutigen Stand der Technik. Auch beim Inhalt macht Apple vorwärts: Die 4K-Filme, die im eigenen Store verkauft werden, sollen nicht teurer sein als HD-Filme, verspricht Apple. Auch die Inhalte von Netflix sollen neu in 4K-Auflösung und High Dynamic Range (HDR), also einem Bild mit hohem Dynamikumfang, laufen. Die 32-Gigabyte-Version wird 199 Franken kosten.

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