Aktualisiert 07.02.2020 22:30

«Skandalöse Praxis»Apple verlangsamt alte iPhones – Millionenstrafe

Um den Verkauf neuer Modelle anzukurbeln, verlangsamte Apple die Geschwindigkeit älterer iPhones. Nun hat Frankreich eine Geldbusse gegen den Konzern verhängt.

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kle
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Wegen der gezielten Drosselung der Leistungsfähigkeit von iPhones hat Frankreich am 7. Februar 2020 eine Millionenstrafe gegen Apple verhängt.

Wegen der gezielten Drosselung der Leistungsfähigkeit von iPhones hat Frankreich am 7. Februar 2020 eine Millionenstrafe gegen Apple verhängt.

AP/Eric Risberg
Die regelmässigen Updates bringen den Nutzern weitere Funktionen, doch auch die berüchtigte Drosselung für ältere Apple-Handys wird durchgeführt.

Die regelmässigen Updates bringen den Nutzern weitere Funktionen, doch auch die berüchtigte Drosselung für ältere Apple-Handys wird durchgeführt.

epa/Sergei Ilnitsky
Wie die Website Redmondpie.com berichtet, greift die künstliche Verlangsamung auch bei iPhones aus dem Jahr 2018, also für das iPhone Xr, das XS und das XS Max.

Wie die Website Redmondpie.com berichtet, greift die künstliche Verlangsamung auch bei iPhones aus dem Jahr 2018, also für das iPhone Xr, das XS und das XS Max.

Unsplash

Frankreich bittet Apple zur Kasse: Wegen der gezielten Drosselung der Leistungsfähigkeit von iPhones hat die Generaldirektion für Wettbewerb, Verbraucher und Betrugsbekämpfung (kurz DGCCRF) im französischen Wirtschaftsministerium eine Millionenstrafe gegen den Technologiekonzern Apple verhängt.

Nach Angaben der Wettbewerbsbehörde muss das US-Unternehmen 25 Millionen Euro zahlen. Damit werden die Ermittlungen gegen das Unternehmen eingestellt. Bei den Ermittlungen ging es um Vorwürfe des «geplanten Produkttods» - also einer kurzen Lebensdauer der Handys, um Kunden zum Neukauf zu bewegen.

Die DGCCRF warf Apple «irreführende Geschäftspraktiken» vor. Nun habe der Konzern in die Strafzahlung im Rahmen eines Vergleichs eingewilligt. Apple begrüsste die Einigung. Der Konzern wolle sicherstellen, «dass iPhones so lange halten wie möglich», hiess es.

In Italien musste Apple bereits eine Busse zahlen

Der Pariser Verbraucherverband Hop sprach von einem «historischen Sieg gegen die skandalöse Praxis von Wegwerfprodukten». Er hatte den Fall ins Rollen gebracht. Konkret werfen die französischen Wettbewerbshüter Apple vor, seine Kunden nicht darüber informiert zu haben, dass Updates des Betriebssystems iOS ihre iPhones deutlich verlangsamten.

In Italien hatten die Wettbewerbshüter Apple bereits im Herbst 2018 mit einer Strafe von zehn Millionen Euro belegt, Samsung musste fünf Millionen Euro zahlen. Bereits 2017 hatte Apple zugegeben, die Geschwindigkeit älterer Smartphones zu drosseln. Der Konzern wollte damit nach eigenen Angaben aber lediglich die Akkulaufzeit verlängern. (kle/sda)

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