Aktualisiert 31.03.2010 13:53

iPhone-Konfigurationsprogramm

Apple verteilt Software, die kaum jemand braucht

Vom Hersteller angebotene Software-Updates sind meistens sinnvoll, weil sie Sicherheitslücken schliessen oder Fehler beheben. Der IT-Konzern aus Cupertino bietet jetzt allerdings ein Tool an, das den Zorn von Bloggern auf sich zieht.

von
hst

ZDNet-Blogger Ed Bott war überrascht, als er jüngst auf seinem Mac Microsofts neues Betriebssystem Windows 7 via Boot Camp startete. Denn er wurde zur Installation eines iPhone-Konfigurationsprogrammes aufgefordert. Allerdings besitzt Bott kein Apple-Handy und schreibt unter Berufung auf einen Artikel von Simon Bisson, den itexpertmag.com veröffentlichte, dass das Tool vor allem für Firmen interessant sein soll. Mit ihm kann man gemäss Selbstbeschreibung «Konfigurationsprofile erstellen, verschlüsseln und installieren, Vorlagenprofile und zugelassene Programme suchen und installieren sowie Geräte-Informationen, einschliesslich Konsolenprotokolle, abrufen».

Neugierig geworden, setzte sich Ed Bott an den Rechner seiner Frau, auf dem das iPhone-Konfigurationsprogramm Mitte September installiert wurde. Botts Urteil nach dem Start des Programms: Es biete keine Funktionen, die ein Privatnutzer oder Betreiber eines kleinen Unternehmens jemals brauchen oder wollen könnte. Wie Bott im März 2008 schrieb, zog sich Apple damals den Ärger vieler Windows-Nutzer zu. Denn wer iTunes-Updates installierte, holte sich auch den Browser Safari auf den Computer, wenn er nicht aufpasste. Seit Ende April 2008 kann man nun wahlweise ein Häkchen in die entsprechende Box setzen, um Safari zu installieren. Das Update-Fenster zeigt seitdem in der oberen Hälfte Updates und in der unteren neue Programme an, die zum Download bereitstehen.

Apple hat sich bislang zu Botts Vorwurf, den meisten Usern mit dem Konfigurationsprogramm fürs iPhone ein unnützes Tool unterjubeln zu wollen, nicht geäussert.

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