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Wegen dem neuen iPhoneApples Image auf Messers Schneide

Heute Abend enthüllt Apple das neue iPhone. 20 Minuten Online berichtet live von der Präsentation, die wegweisend sein wird – nicht nur für den IT-Dominator aus Cupertino.

von
Daniel Schurter

Geht Apples Siegeszug weiter? Die Kriegskasse des amerikanischen Vorzeige-Unternehmens ist prall gefüllt und in der Produkte-Pipeline stecken vielversprechende Kassenschlager wie die nächste iPhone-Generation. Am Mittwoch wird in San Francisco das iPhone 5 enthüllt. 20 Minuten Online berichtet live aus London (ab 19 Uhr Schweizer Zeit).

Trotz der im Frühjahr angekündigten Verstärkung der Sicherheitsmassnahmen sind bereits zahlreiche Informationen aus den Fabriken und Zulieferbetrieben an die Öffentlichkeit gelangt. So gilt praktisch als sicher, dass das iPhone 5 ein grösseres Display (4 Zoll oder etwas mehr) haben wird. Damit reagiert Apple auf den Trend zu grösseren Smartphone-Bildschirmen, den die Android-Konkurrenz – allen voran Samsung – vorgegeben hat.

Ungewisse Zukunft

Die wichtigsten Gerüchte und Vorab-Spekulationen finden Sie im Film (oben) und in dieser Bildstrecke.

Optimistische US-Analysten prognostizieren Apple erneut Rekordumsätze – und doch steht Apple vor einer ungewissen Zukunft. Das hat mit der öffentlichen Wahrnehmung zu tun. Wie kein anderes Unternehmen hat es Apple in der Vergangenheit geschafft, sich als Aussenseiter und Rebell zu präsentieren. Den Kunden wurde das Gefühl vermittelt, dass sie gegen den Computer-Mainstream schwimmen – die emotionale Bindung zu den perfekt gestylten und auf Benutzerfreundlichkeit getrimmten Gadgets suchte ihresgleichen.

Vom Underdog zum Dominator

Während Jahrzehnten konnte sich Apple als David positionieren, der mit seinen innovativen Produkten die Goliaths herausforderte. Legendär sind die frühen Marketing- und Werbekampagnen, mit denen Apple unter der Regenschaft von Steve Jobs das öffentliche Bild prägte. So zum Beispiel mit dem einprägsamen Slogan «Think Different».

(Quelle: youtube.com/dogtownmac)

1984 sorgte Apple mit einem genialen Fernseh-Werbespot für Furore, in dem Konkurrent IBM als alles kontrollierender Big Brother dargestellt wurde.

(Quelle: youtube.com/apfelwebdotcom)

Neuerdings muss sich Apple selbst mit Big-Brother-Vorwürfen auseinandersetzen. Dank den durchschlagenden Erfolgen von iPod, iPhone und iPad haben sich die Kräfteverhältnisse geändert. Apples wirtschaftlicher Aufstieg hat aus einem geliebten oder belächtelten Underdog einen Dominator gemacht.

Zwar halten die Fans dem Unternehmen die Treue. Doch mit seinem rigorosen Vorgehen gegen Imitatoren und Plagiatoren kommt ein anderes, weit weniger sympathisches Gesicht zum Vorschein. Dies hat die Fachzeitschrift «Macworld» mit den Worten umschrieben, Apples öffentliches Ansehen - sprich das positive Image - stehe auf Messers Schneide.

Kein Quantensprung, aber ...

Mit dieser Ausgangslage wird Apple-Chef Tim Cook am Mittwoch im Yerba Buena Center die Bühne betreten. Die Erwartungen der Analysten und Konsumenten sind riesig. Es wird nichts weniger als ein bahnbrechendes Produkt erwartet. Glaubt man den Gerüchten, dann wird das neue iPhone allerdings nicht den erhofften Quantensprung bringen. Müsse es auch nicht, meinen Apple-Kenner. Das bewährte Industrie-Design, das wir vom iPhone 4 und 4S kennen, werde konsequent weiterentwickelt. Ausserdem sei es gut möglich, dass Apple doch noch die eine oder andere Überraschung aus dem Hut zaubere.

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