April, April: Feindbilder, Fusionen und Mozart-Ständchen
Aktualisiert

April, April: Feindbilder, Fusionen und Mozart-Ständchen

Mit skurrilen Geschichten haben die Berner und Solothurner Medien ihr Publikum in den April geschickt.

Glaubt man etwa dem Berner «Bund» hintertreibt die Schweizer Armee Klimaschutzbemühungen, um zu Katastropheneinsätzen zu kommen.

Das VBS habe sich mit den Vereinigten Arabischen Emiraten ihm Rahmen von Rüstungsgeschäften auf ein verdecktes Gegengeschäft geeinigt, heisst es dazu im «Bund». So sollen arabische Petrodollars in «diverse Projekte» in der Schweiz geflossen sein, die allesamt griffige Klimaschutzmassnahmen hintertrieben.

Die Zeitung wertet das Vorgehen der Armee denn auch als «Verzweiflungstat der militärischen Spitze». Mangels erkennbarem militärischem Konfliktpotenzial fehle der Armee der griffige Feind. So verbleibe der Armee nur noch die Katastrophenhilfe.

Sanftere Töne schlug das «Langenthaler Tagblatt» an, das seiner Leserschaft am Samstagnachmittag eine neu entdeckte Mozart-Serenade als Uraufführung zu Gehör kommen lassen wollte. Die leider etwas unleserliche Notenhandschrift sei im vergangenen Dezember zusammen mit zwei Porträt-Miniaturen auf dem Dachboden eines Hotels im Berner Oberland gefunden worden.

Für Orientierung sorgte der «Berner Oberländer», der ein neues, nachts fluoreszierendes Wanderweg-Markierungssystem vermeldete. Damit würden sich Wanderer auch bei Nacht und Nebel nicht mehr verirren, was letztlich Rettungskosten einsparen helfe. In Interlaken hätten Neugierige einen entsprechenden Modellpfad besichtigen könne, wie im «Berner Oberländer» zu lesen war.

Im Kanton Solothurn soll dank Fusion eine neue Grossgemeinde Namens Engelberg SO entstehen, vermeldete das «Oltner Tagblatt». Die Gemeinde Dulliken springe auf das Fusionszüglein von Däniken und Walterswil auf. Statt «Dänidullewil» soll die Gemeinde Engelberg SO heissen, benannt nach dem Däniker Hausberg.

Auf dem Gemeindewappen soll die Dulliker Dohle zu sehen sein, wie sie mit dem Däniker Spaten ein Loch gräbt, um den Walterswiler Wachholder einzupflanzen. Die Frage der Hintergrundfarben sei noch nicht ganz geklärt, berichtete die Zeitung.

(sda)

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