Kampf der Luftmassen: April, April, hier kommt die Apokalypse
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Kampf der LuftmassenApril, April, hier kommt die Apokalypse

Zum ersten Mal in diesem Jahr gab es gestern in der Schweiz das erste richtig heftige Frühlingsgewitter. Zahlreiche Leserreporter hielten den Frühlingseinzug mit spektakulären Bildern fest.

von
bat

Ganz nach dem Motto «April, April, der macht, was er will» zeigte sich gestern das Wetter. Innerhalb weniger Minuten kam es lokal zu kurzen aber heftigen Gewittern, die von starken Böen und stellenweise von Hagel begleitet wurden. Zuvor herrschte noch herrlicher Sonnenschein. Auf zahlreichen eindrücklichen Bildern hielten die Leserreporter von 20 Minuten Online in der ganzen Schweiz fest, wie der Frühling mit einem Paukenschlag in der Schweiz Einzug gehalten hat. Ob am Walen- oder Genfersee, in Leimbach TG oder in Frauenfeld, überall wurde der Himmel schwarz, als ob die Apokalypse bevorstehen würden.

«Wir hatten es gestern mit dem ersten richtigen Frühlingsgewitter zu tun», sagt Meteorologe Daniel Murer von MeteoSchweiz. Solche Gewitter seien typisch beim Übergang von Winter- zu Sommerwetter. «Gestern wurden die Luftmassen am Boden von der Sonne stark erwärmt. Diese trafen auf kalte, instabile Luft in höherer Lage. Durch den hohen Temperaturunterschied entstehen Gewitterzellen», erklärt Murer. So sei der Temperaturunterschied am Abend besonders gross gewesen. Zwischen einer Höhe von 1500 auf 5500 Metern über Meer betrug sie fast 30 Grad.

Starke Sturmböen

Gemäss Murer ist es vereinzelt auch zu kräftigen Sturmböen gekommen. So wurde auf dem Messnetz der MeteoSchweiz in Luzern eine Windspitze von etwa 100 km/h, in Egolzwil (LU) eine mit knapp 94 km/h gemessen. Dass auf vielen Bildern eine dunkle Wolkenwand zu sehen ist, erklärt der Meteorologe damit, dass der Wassergehalt in den Gewitterwolken recht hoch war, und die Sicht aufgrund der recht kalten und grundsätzlich eher trockenen Polarluft dementsprechend gut.

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