April, April: Öl unter St. Galler «Oehler-Stadion» gefunden
Aktualisiert

April, April: Öl unter St. Galler «Oehler-Stadion» gefunden

Beim Bau des Fussballstadions in St. Gallen ist Erdöl zum Vorschein gekommen. Und Mosnang und Bütschwil wollen zu Moswil fusionieren. Mit diesen und anderen Scherzen haben Ostschweizer Medien ihre Leser und Hörer in den April geschickt.

Die Bagger graben tief im Westen der Stadt: Nun sind Arbeiter am Freitag auf Erdöl gestossen. Das ist eine Überraschung. Denn die Experten gingen davon aus, dass man auf eine Goldmine stossen würde. Denn eines ist gewiss: Die Ostschweiz ist reich an Bodenschätzen. Das meldete der Sender «Radio aktuell» am Samstag.

Der Präsident des FC St. Gallen, Dieter Froehlich, sagte gegenüber «Radio aktuell», das Erdöl komme dem Super-League-Klub sehr gelegen. Jetzt würden sofort Abnehmer gesucht. Aus dem Erlös würden neue, starke Fussballspieler gekauft, sagte Froehlich.

Edgar Oehler, Verwaltungsratspräsident der AFG Arbonia Forster Gruppe, die dem neuen Stadion den Namen AFG Arena geben sollte, erwägt wegen des Ölvorkommens, das Stadion Oehler-Arena zu taufen.

Neue Gemeinde: Moswil

Der «Alttoggenburger» vermeldete bereits am Freitag, die beiden Toggenburger Gemeinden Mosnang und Bütschwil würden spätestens 2008, möglichst aber schon 2007 fusionieren und sich Moswil nennen. Die beiden Gemeindepräsidenten würden am Samstag informieren, hiess es. Die Fusionspläne würden dem Volk «pfannenfertig» vorgestellt.

Der 1. April ist in Mels und Sargans «Cleaning-Day», kündete der «Sarganserländer» am Freitag an. Weil die umliegenden Gemeinden die Sackgebühr einführten, würden immer mehr Leute ihren Müll in Mels und Sargans entsorgen. Die Gemeindepräsidenten der beiden Gemeinden hoffen, dass Einwohner aus der Umgebung beim «Putztag» mitmachen.

Sforza zu Bad Ragaz

Die Sportredaktion des gleichen Blatts gab am Freitag noch einen obendrauf: Ciriaco Sforza wechsle zum Fussball-Zweitligisten FC Bad Ragaz und spiele bereits am Samstag. In Bad Ragaz wolle er sich mit seiner Familie akklimatisieren - denn im Sommer werde der 97-fache Schweizer Internationale anstelle von Mats Gren Trainer von Vaduz.

Der «Appenzeller Volksfreund» titelte am Samstag: «Doch 'Windraum' auf der Ebenalp». Verfasst hatte den Artikel Autor Eben Alpiger. Das vom Kantonsgericht abgewiesene Projekt des Künstlers Roman Signer sei bergwärts versetzt in runder Form und ohne Metall aufgebaut worden. Sogar die Junge SVP sei damit einverstanden.

Rikschas in Bündner Tälern

Die «Südostschweiz» in Chur berichtete, die Bündner Regierung wolle eine Kantonsaktie auf den Markt bringen, um den Staatshaushalt finanziell zu festigen. Das Aktienkapital werde in einem ersten Schritt auf 20 Millionen Franken festgesetzt. Zeichnungsberichtigt seien alle Bündner Steuerzahler.

Das «Bündner Tagblatt» lüftete das Regierungsgeheimnis um angekündigte Projekte, die mit der Rückzahlung von Dotationskapital der Kantonalbank finanziert werden. Unter anderem sollen acht Täler autofrei werden. Alternativ soll der öffentliche Verkehr gefördert werden. Wer einen Dienst mit Rikschas aufbaue, erhalte ein solches umweltfreundliches Taxi geschenkt.

Neuer FL-Pass

Das «Liechtensteiner Vaterland» meldete, das Rätselraten um eine neue Nutzung der Burg Gutenberg in Balzers sei vorbei. Auf dem «Märchenschloss» entstehe eine der modernsten Wellness-Oasen Europas samt Schönheitsklinik. Die Eröffnung sei bereits auf Mitte Jahr geplant.

Gute Nachrichten hatte das «Liechtensteiner Volksblatt»: Der neue biometrische FL-Pass werde günstiger als die Schweizer Variante; die Einführung werde getestet. Interessierte könnten sich am Samstag beim Passamt in Vaduz für einen der zehn Testpässe melden. Reisende in die USA würden bei der Abgabe bevorzugt, hiess es.

Frauen schiessen für Männer

Die «Thurgauer Zeitung» hat sich eine «Entlastung» für die Wehrmänner einfallen lassen: Sie müssten künftig das «Obligatorische» nicht mehr selbst schiessen, sondern könnten sich dabei von Familienangehörigen vertreten lassen.

Der Thurgau sei der erste Kanton, der seinen Wehrmännern diesen Service biete, so die «Thurgauer Zeitung». Der erste Schnupperkurs für Ehefrauen wurde denn auch auf den 1. April angesetzt.

Und die Glarner Ausgabe der «Südostschweiz» schliesslich rief Glarnerinnen und Glarner «mit lupenreiner Glarner Mundart» auf, sich für einen Einsatz im Wallis zu melden: Dort, am Fusse des Matterhorn, will eine Gruppe von Glarner Gastronomen ein Zigerchalet einrichten, in dem sie ausschliesslich Glarner Spezialitäten wie «Zigerhöreli» oder «Öpfelbeggeli» anbieten. (sda)

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