April, April: Wolf in der Innerschweiz
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April, April: Wolf in der Innerschweiz

Im Kanton Zug ist ein Wolf aufgetaucht, die Wiener Philharmoniker spielen gratis Mozart in Flüelen, und wer will, kann den Bundesbrief in den - weiss behandschuhten - Händen halten. Und das alles am Samstag, 1. April.

Mit derlei Aprilscherzen haben am Samstag Zentralschweizer Medien ihr Publikum belustigt. Der «Bote der Urschweiz» berichtete über die kurzfristig anberaumte «patriotische Aktion», bei der man sich mit dem Bundesbrief in den Händen fotografieren lassen könne - als Reaktion auf die geplante Ausleihe des Bundesbriefs in die USA.

Die Erinnerungsbilder würden von jener Stiftung um die SVP- Nationalräte Christoph Mörgeli und Pirmin Schwander bezahlt, welche den Bundesbrief kaufen und dessen Reise verhindern wollten. Bevor sie das Dokument in die Hände nehmen dürfen, müssen die Besucherinnen und Besucher aber weisse Baumwollhandschuhe anziehen.

Urner Dorfmusikanten

Mit der Kultur beliebte auch das «Urner Wochenblatt» zu scherzen. Einige Mitglieder der Wiener Philharmoniker führten am Abend in einem kurzfristig angesetzten Gratis-Konzert in Flüelen das erst unlängst entdeckte «Dorfmusikanten-Sextett» von Mozart auf, hiess es in der Meldung.

Mozart habe sich dazu auf seiner Reise nach Italien von einer Urner Dorfmusik inspirieren lassen. Die Wiener Philharmoniker wiederum hätten sich im Mozart-Jahr zum Ziel gesetzt, möglichst viele Werke am Ort ihrer Entstehung aufzuführen.

Auch in Schwyz soll die Bevölkerung am 1. April von einem Gratis- Angebot profitieren können: Weil die Erdgasleitung im Lauerzersee getestet werde, könne das Testgas unentgeltlich in Form von Grillgasflaschen eingetauscht werden, wusste die «Neue Schwyzer Zeitung» zu berichten.

Zuger Wolf

Im Kanton Zug schliesslich wurde laut der «Neuen Zuger Zeitung» bei der jüngsten Wildzählung auch ein Wolf entdeckt. Im Artikel wird dies mit gar einem Bild angeblich belegt.

Womöglich handle es sich bei dem Tier um die Partnerin des vor kurzem bei Interlaken von einem Zug überfahrenen Wolfes, mutmasst die Zeitung weiter. Wer für weitere Informationen eine angegebene Telefonnummer anrief, wurde indes beruhigt: Der Zuger Wolf ist - zumindest vorderhand - ein Scherz.

(sda)

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