Aprilscherze in Basel
Aktualisiert

Aprilscherze in Basel

Mit dem Schrecken hat das Regionaljournal Basel von Radio DRS am Sonntag gespielt: Es schickte seine Hörerschaft mit der Aussage in den April, mit roter Farbe im Wasser werde das Basler Leitungsnetz auf Erdbebenschäden überprüft.

Der ausführliche Radiobeitrag enthielt O-Töne des - echten - Chefs der Industriellen Werke Basel (IWB) und einer angeblichen erschreckten Kundin. Der IWB-Chef bat anzurufen, wenn kein rotes Wasser aus den Hahnen in den Wohnungen laufe. Die Farbe sei ungiftig; die Waschmaschine solle man aber eher nicht benutzen.

Hintergrund seien Wasserverluste nach den Erdbeben, die das Basler Geothermie-Projekt ausgelöst hatte. Wo kein eingefärbtes Wasser ankomme, bestehe wohl ein Leck in der Leitung. Der Farb-Test laufe am Sonntagnachmittag, weil dann die Industrie weniger, die Privatkundschaft aber viel Wasser brauche.

Am Ende der Regionaljournal-Sendung wurde der Scherz aufgelöst.- Der Lokalsender Radio Basel 1 hat derweil tagsüber auf Hochdeutsch gesendet und behauptet, dies sei wegen dem am Sonntag in Kraft getretenen neuen Radio- und Fernsehgesetz nötig.

(sda)

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