Aktualisiert 05.03.2008 08:15

Arbeit in Hülle und Fülle für die Einzelrichter-Zentrale

Die Aggressivität im Saisonfinale wird des öftern übertrieben. Der Einzelrichter kann sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen.

Reto Steinmann ist momentan ein vielbeschäftigter Mann. Der Einzelrichter der National League musste bereits Stunden vor der dritten Viertelfinalrunde fünf Spieler vorläufig aus dem Verkehr ziehen. Das definitive Strafmass für die Sünder Sprunger, Botter (beide Fribourg), Gamache (SCB), Kolnik (Servette) und Varada (SCL Tigers) gibt der Jurist heute bekannt. Den übermotivierten Check von Gottérons Leitwolf Sprunger an Berns Verteidiger Furrer, der einen Bänderriss im Knie erlitt, bezeichnete Berns Sportchef Leuenberger als «schlimmste Tat der drei Fälle» im Zähringer-Derby.

Steinmann verlässt sich auf sein eigenes Urteilsvermögen. Fünf Sperren an einem Tag seien eine traurige Premiere gewesen, liess der Eishockey-Experte verlauten. Er sieht sich nach den Duellen vom Montag genötigt, noch mehr Szenen zu beurteilen. Das Stockfoul von Ambris Topskorer Westrum in die Nierengegend von Tiger Blum gehört ebenso dazu wie der üble Kniestich von Klotens Lemm an Krutow. Der Russe erlitt bei dem Foul des bisher enttäuschenden und frustrierten Flieger-Captains einen Erguss am Oberschenkel. Ob der Löwe morgen auf dem Eis tänzeln kann, ist fraglich. Für den zu Lugano ziehenden Lemm könnte es die letzte Aktion im Trikot der Flyers gewesen sein.

(fal)

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