Aktualisiert 05.01.2011 22:31

Kaputte Strassenbeläge

Arbeiter bessern im Akkord Schlaglöcher aus

In den Strassen im Kanton Zürich klaffen überdurchschnittlich viele Schlaglöcher. Schuld daran ist der rasche Wechsel von Frost und Tauwetter in den letzten Wochen.

von
David Torcasso/Roman Hodel
Strassenarbeiter beim Ausbessern eines Schlaglochs in der Birmensdorferstrasse in Zürich. (Foto: tor)

Strassenarbeiter beim Ausbessern eines Schlaglochs in der Birmensdorferstrasse in Zürich. (Foto: tor)

Der Winter war bisher nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für die Zürcher Strassen eine Tortur. Jetzt, da der Schnee weg ist, kommen massive Schäden zum Vorschein: «Die vielen Frost- und Tau-Zyklen im Winter haben viele Strassenbeläge gesprengt», sagt Reto Färber, Strasseninspektor des Kantons. Besonders Beläge, die 25 Jahre und älter seien, hätten unter dem Winter gelitten. «Das betrifft rund zehn Prozent der Strassen im Kanton – also rund 160 Kilometer. Diese sind besonders anfällig auf Schlaglöcher», erklärt Färber. Durch den kalten Winter habe es «überdurchschnittlich» viele Schlaglöcher gegeben. Er warnt: «Diese sind für Autofahrer gefährlich.» Ein Auto könne Schaden davontragen. «Der Fahrer wird durchgeschüttelt und kann dadurch einen Unfall verur­sachen.»

Auch in der Stadt Zürich füllen Mitarbeiter des Tiefbauamts derzeit im Akkord Schlaglöcher: Besonders betroffen sind Mythenquai, Gut- und Bellerivestrasse sowie Strassen, auf denen Trams verkehren. «Tramschienen reagieren auf Temperaturveränderungen anders als der Strassenbelag – dies führt zu Spannungen zwischen den unterschiedlichen Materialien», erklärt Stefan Hackh, Sprecher des städtischen Tiefbauamts. «Der Einbau von elastischem Material am Schienenrand verringert diesen Effekt und damit die Anzahl Schlaglöcher.»

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.