Arbeiter verspritzt 20 Liter radioaktives Wasser
Aktualisiert

Arbeiter verspritzt 20 Liter radioaktives Wasser

Bei einem Unfall in einer japanischen Wiederaufbereitungsanlage für Atommüll sind am Sonntag 20 Liter radioaktives Wasser ausgetreten.

Das nuklear verseuchte Wasser spritzte auf den Boden, als Arbeiter versuchten, eine Verstopfung in einem Kompressionsgerät zu lösen, wie ein Sprecher der Betreiberfirma erklärte. Verletzte gab es demnach nicht. Auch sei keine Radioaktivität in die Umwelt gelangt, hiess es.

Die rund 600 Kilometer nördlich von Tokio in Rokkasho gelegene Aufbereitungsanlage hatte im März 2006 den Testbetrieb aufgenommen. Sie soll einen Nuklear-Brennstoff aus Uran und Plutonium produzieren. Die Brennstoffaufbereitung ist ein zentrales Element der japanischen Pläne, die Abhängigkeit des Landes von Energie-Importen zu verringern. Bislang gewinnt Japan etwa ein Drittel seiner Energie aus Atomkraftwerken, bis 2010 soll der Anteil jedoch auf 40 Prozent steigen. (dapd)

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