«Quinten»: Arbeiter von Baum erschlagen

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«Quinten»Arbeiter von Baum erschlagen

Der Wintersturm «Quinten» hat am Dienstag in Unterägeri ZG ein Todesopfer gefordert. Ein 38-jähriger Mitarbeiter der Gemeinde wurde nach Aufräumarbeiten von einer Fichte erschlagen, wie die Zuger Kantonspolizei mitteilte.

Vier Mitarbeiter des Werkhofes waren um 10:40 Uhr damit beschäftigt, einen Baum zu entfernen, der auf den Höhenweg gefallen war. Als sie gegen 11 Uhr mit der Arbeit fergig waren, brach im angrenzenden Grundstück plötzlich ein rund 15 Meter langes Stück einer Fichte ab und stürzte auf einen der Arbeiter.

Der Rettungsdienst konnte dem 38-Jährigen trotz sofortiger Reanimation nicht mehr helfen. Der Werkhofangestellte erlag noch auf der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

Bergbahnen stehen still

In der Zentralschweiz ist vor allem der Kanton Luzern von den stürmischen Winden betroffen worden. Vier Strassen sind gesperrt. Es gab Stromunterbrüche. In der Stadt Zug kam es wegen eines defekten Krans zu einer Sperrung.

Umgestürzte Bäume und herabfallende Äste führten im Kanton Luzern zur Sperrung von vier Kantonsstrassen: Menznau-Menzberg, Ebesecken-Albüron und Mosen-Schwarzenbach. Auch die Strasse Rickenbach-Schlierbach musste geschlossen werden.

Bergbahnen stellen angesicht der heftigen Winde den Betrieb ein. Die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) meldeten wegen Bäumen und Ästen vorübergehende Stromausfälle in mehreren Gemeinden. Insgesamt waren davon rund 4000 Personen betroffen.

Verletzt wurde nach Angaben der Polizei bisher niemand. In Sursee wurden vier parkierte Autos durch Bäume beschädigt. Bei Krumbach stürzte eine Tanne auf ein fahrendes Auto. In der Stadt Luzern wurden reihenweise Velos umgefegt

In der Stadt Zug sprang durch den Sturm bei einem Kran ein Seil aus der Führungsrolle. Am Seil hing ein rund 800 Kilo schweres Schalungselement, das hätte Schaden anrichten können. Die Umgebung der Artherstrasse wurde deshalb während rund zwei Stunden gesperrt. Zudem wurde eine Wohnung evakuiert.

Im Kanton Uri verschüttete - möglicherweise des Sturmes wegen - eine Lawine die Strasse zwischen Hospental und Realp. Der Autoverlad für die Furkastrecke erfolgt deshalb bereits in Andermatt. In Schwyz musste bei Biberbrugg eine Nebenstrasse gesperrt werden. (sda)

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