Arbeitgeberverband provoziert die Linke
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Arbeitgeberverband provoziert die Linke

Rentenalter 66 für alle und keine höheren Familien- und Kinderzulagen: Dies fordern die Arbeitgeber und sorgen damit für rote Köpfe bei Gewerkschaften und Linken.

«AHV sowie Invaliden- und Krankenversicherung sind durch Sparen, Leistungsabbau, Systemumstellung und Bekämpfung von Missbrauch finanziell nachhaltig zu sichern», sagte gestern Arbeitgeberpräsident Rudolf Stämpfli. Der Arbeitgeberverband will nun die «politisch realistischen Postulate der 11. AHV-Revision» wieder aufgreifen. So fordert der Verband die Einführung des Rentenalters 66 für Mann und Frau per 2013 – mit einem flexiblen Rentenalter ab 62 Jahren. Neu festgelegte AHV-Renten sollen nur noch der Teuerung angepasst werden.

«Ein ganz hartes Nein»: So die Reaktion der Arbeitgeber zur Initiative «für fairere Kinderzulagen» und zum Gegenvorschlag des Bundesrats. «Niemand weiss, wo die dafür nötigen Milliarden herkommen sollen. Kinder- und Familienzulagen sind Lohnzulagen und somit keine Bundessache», so Verbandsdirektor Peter Hasler.

Gewerkschaften und Linke kritisierten die Arbeitgeber als «sozial blind und taub». Für Travail Suisse ist eine generelle Erhöhung des Rentenalters inakzeptabel und chancenlos. Laut der SP listet der Arbeitgeberverband einen «reinen Abbaukatalog» auf.

(Quelle: AP/SDA)

Gegen Erhöhung des Rentenalters

61% der Schweizer Bevölkerung ist gegen eine Erhöhung des Rentenalters.

Während bei den 25- bis 39-Jährigen 62% und bei den 40- bis 54-Jährigen 67% Nein sagen, sind es bei den über 65-Jährigen nur 45%. Dies ergab eine Online-Umfrage von Perspektive Schweiz. Für das Rentenalter 66 sprechen sich insgesamt nur 17% aus.

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