Arbeitnehmer staunen über Novartis-Abbau
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Arbeitnehmer staunen über Novartis-Abbau

Der neuerliche Stellenabbau beim Pharmakonzern Novartis hat die Arbeitnehmerorganisationen aufgeschreckt. Sie wundern sich über das Ausmass des Abbaus.

Die Angestellten Schweiz und der Novartis Angestelltenverband NAV hatten nicht erwartet, dass der Konzern weltweit 2500 Stellen, davon rund 500 in der Schweiz, streichen werde. Die Organisationen fordern einen Stellenpool, um für die Betroffenen neue Aufgaben zu finden.

Wegen Management-Fehlern

Weiter fordern die Angestellten Schweiz und der NAV, dass rasch ein grosszügiger Sozialplan ausgehandelt werde. Erste Gespräche seien bereits geführt worden. Zudem forderten sie gute Konditionen für Frühpensionierungen.

Die Gewerkschaften Unia und Syna fordern, dass Novartis ganz auf Entlassungen verzichtet. Sie seien die Folge von Managementfehlern, für die das Personal nicht die Zeche bezahlen solle.

GAV-Ausweitung gefordert

Vom Abbau betroffen seien Arbeitsplätze, die nicht dem aktuellen Gesamtarbeitsvertrag unterstellt seien, kritisierte die Unia. Um die Interessen aller Mitarbeitenden zu vertreten, wollen Unia und Syna den Gesamtarbeitsvertrag der Basler Pharma-, Chemie- und Dienstleistungsunternehmen (VBPCD) ausweiten.

Gemäss Syna geht es dabei insbesondere um den Schutz bei Massenentlassungen. Wie nötig diese Forderungen seien, zeige die neuerliche Hiobsbotschaft, schreibt die Gewerkschaft in ihrer Mitteilung. (sda)

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