Aktualisiert 19.10.2004 05:23

Arbeitskampf bei Piatti beigelegt

Die Firmenleitung und die Gewerkschaft Unia haben sich in Dietlikon auf Rahmenbedingungen geeinigt, die für die Auslagerung der Speditionsabteilung gelten sollen.

Für alle Beteiligten würden Lösungen erarbeitet, die keine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen zur Folge hätten, teilten Unia und Piatti AG am Dienstag gemeinsam mit. Mit dieser Einigung sei auch der Vorwurf des Lohndumpings gegen die Piatti AG vom Tisch.

Die betroffenen Mitarbeitenden zeigten sich erleichtert und froh über das Ergebnis, wie es in der Mitteilung weiter hiess. Aufgrund der getroffenen Einigung werde der Streik nicht fortgeführt.

Erste Aktion der Unia

Mit einem Warnstreik hatten 15 der 16 betroffenen Beschäftigten der Speditionsabteilung des Küchenbauer-Firma am Montag gegen massive Verschlechterungen ihrer Arbeitsbedingungen protestiert. Es war die erste Aktion der neuen Gewerkschaft Unia, die am vergangenen Wochenende gegründet worden war.

Der Arbeitskampf war entbrannt, nachdem der Arbonia-Forster- Konzern - zu dem die Bruno Piatti AG gehört - Pläne bekanntgab, die Speditionsabteilung des Küchenbauers auszulagern und so Kosten zu senken.

Nach den ursprünglichen Plänen hätten sich nach Unia-Angaben die Arbeitsbedingungen deutlich verschlechtert. Der Lohn wäre um bis zu 20 Prozent gekürzt, der 13. Monatslohn gestrichen und das Ferienguthaben um 10 Prozent gesenkt worden.

Der ehemalige CVP-Nationalrat Edgar Oehler hatte die Bruno Piatti Anfang Jahr aus dem Nachlass der Erb-Gruppe übernommen. Damit ist Arbonia-Forster zum grössten Schweizer Küchenanbieter geworden.

(sda)

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