Arbeitskräftemangel in der Schweiz
Aktualisiert

Arbeitskräftemangel in der Schweiz

Die Schweiz ist im europäischen Vergleich stark vom Mangel an qualifizierten Arbeitskräften betroffen.

In einer Umfrage des Stellenvermittlers Manpower gaben 37 Prozent der Arbeitgeber an, sie hätten Mühe bei der Suche nach qualifiziertem Personal.

Allerdings wird die Situation besser beurteilt als noch vor Jahresfrist, wie Manpower heute mitteilte. Damals gaben 48 Prozent der Schweizer Arbeitgeber Schwierigkeiten bei der Rekrutierung an. Zur Verbesserung beigetragen habe die vermehrte Bereitschaft von Arbeitnehmern zum Jobwechsel wie auch die erleichterte Rekrutierung im Ausland.

Am meisten Schwierigkeiten bereitet laut Manpower derzeit die Suche nach Facharbeitenden wie Elektriker, Maurer oder Schreiner. Aber auch bei Ingenieuren und Verwaltungsassistenten ist die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt offenbar oft grösser als das Angebot.

Frankreich an Spitze

Im Vergleich von 12 befragten europäischen Ländern wird die Schweiz damit nur noch von Frankreich übertroffen, wo 40 Prozent der Arbeitgeber Schwierigkeiten bei der Personalsuche haben, wie Manpower weiter mitteilte. Allerdings hat sich in einer Mehrheit der Länder die Situation entschärft.

Fast ebenso grosse Mühe bei der Fachkräftesuche wie in der Schweiz haben auch die Arbeitgeber in Belgien (36 Prozent), Norwegen (35 Prozent) und Grossbritannien (34 Prozent). Deutlich verbessert habe sich die Lage in Deutschland (27 Prozent) und Spanien (33 Prozent).

In der in 27 Ländern durchgeführten Umfrage beklagten sich am meisten Arbeitgeber (97 Prozent) in Costa Rica über einen Fachkräftemangel. Am wenigsten Schwierigkeiten (9 Prozent) bekundeten dagegen die Unternehmen in Indien.

(sda)

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