Arbeitspartei will Teile Jerusalems aufgeben
Aktualisiert

Arbeitspartei will Teile Jerusalems aufgeben

Die israelische Arbeitspartei will bei einem Wahlsieg im März Teile von Jerusalem aufgeben.

Wenn es einen Friedensvertrag mit den Palästinensern gebe, «werden die arabischen Viertel Jerusalems nicht Teil des Staates Israel sein», sagte der Arbeitspartei-Politiker Ami Ajalon am Sonntag im israelischen Fernsehen. Bereits am Freitag hatte die Abgeordnete Juli Tamir erklärt, ihre Partei sei bereit, auf die arabischen Stadtviertel zu verzichten, um die jüdischen Stadtteile zu stärken.

Am Streit um Jerusalem waren die Camp-David-Gespräche unter Leitung des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton im Sommer 2000 gescheitert. Im Herbst begann dann der Aufstand der Palästinenser, der den damals relativ weit gediehenen Friedensprozess wieder zunichte machte. Sowohl Israelis als auch Palästinenser beanspruchen Jerusalem als ihre Hauptstadt. Beobachter haben wiederholt angedeutet, dass ein Kompromiss gefunden werden könnte, wenn wenigstens Teile der Stadt an die Palästinenser abgetreten würden. (dapd)

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