Aktualisiert 22.09.2015 17:08

Zürich-SeefeldArchitektur-Ikone wird zu Pop-up-Restaurant

Obwohl es sich beim «Cocoon» um eine Architektur-Ikone mit Seeblick handelt, steht das Bürogebäude seit zwei Jahren leer. Nun kann man dort hip essen gehen – vorübergehend.

von
zed
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Das Gebäude «Cocoon» gehört zur Swiss Life Versicherung, hat einen internationalen Architekturpreis gewonnen und steht trotzdem seit gut zwei Jahren leer.

Das Gebäude «Cocoon» gehört zur Swiss Life Versicherung, hat einen internationalen Architekturpreis gewonnen und steht trotzdem seit gut zwei Jahren leer.

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Zwischen Oktober und Dezember füllen Danica Thalmann (links), Philipp Brunner (mitte) und Renato Auer mit einem Gastronomiebetrieb das Gebäude.

Zwischen Oktober und Dezember füllen Danica Thalmann (links), Philipp Brunner (mitte) und Renato Auer mit einem Gastronomiebetrieb das Gebäude.

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Zusammen bilden sie die Pop Up-Plattform «Jack in the Box», die sich auf Zwischennutzungen von Liegenschaften spezialisiert.

Zusammen bilden sie die Pop Up-Plattform «Jack in the Box», die sich auf Zwischennutzungen von Liegenschaften spezialisiert.

zed

Mit seiner spiralartigen Form sorgte das Bürogebäude Cocoon im Zürcher Seefeld schon bei seiner Eröffnung 2007 für Aufsehen. Die Zürcher Architekten Camenzind Evolution hatten das Gebäude im Auftrag der Swiss Life entworfen. Gekostet hat es rund 11,5 Millionen Franken und heimste sogar einen Architekturpreis ein. Mieter war während sechs Jahren die Ölfirma Interoil Exploration & Production Switzerland AG. Seit diese 2013 Konkurs ging, steht das Gebäude allerdings leer.

Nun wird den Räumen wieder Leben eingehaucht – zumindest von Oktober bis Dezember. Die Zürcher Pop-up-Plattform Jack in the Box realisiert darin ihr erstes Projekt «The Cocoon – Eventlocation und Restaurant auf Zeit». Das Konzept ist einfach, wie Organisatorin Danica Thalmann sagt: «Gemeinsam an einem grossen Tisch die Tavolata geniessen und sitzen bleiben»

In den verschiedenen Nischen, die sich an einer riesigen Rampe im Innern des Hauses hinauf winden, ist je ein grosser Tisch geplant, an dem geschlemmt werden kann. «Wir wollen viele köstliche Platten auftischen, damit man sich so fühlt, wie es früher einmal war, als noch alle am Esstisch zusammensassen», so Thalmann.

Zukunft ist ungewiss

Das Lokal soll ab dem 15. Oktober jeweils von Donnerstag bis Samstag geöffnet sein. Neben dem Angebot an Abendessen wird auch eine Bar mit Musik und eine Smokerslounge Aussicht auf das Seebecken eingerichtet. Insgesamt werden 130 Gäste pro Abend im Gebäude Platz finden. «Wir wollen den Leuten ein unvergessliches und vielleicht auch unerwartetes Gastroerlebnis bieten», sagt Philipp Brunner, Mitinitiant von Jack in the Box. Gekocht werde das Essen in einem Zelt ausserhalb des Hauses.

Für die Zwischenvermietung hat sich die Swiss Life entschieden, da so kurzfristig Mieterträge generiert werden können und die Liegenschaft belebt bleibe, wie eine Sprecherin uf Anfrage sagt. Wer nach der vorübergehende Nutzung in den Cocoon einziehen wird, ist noch nicht klar. Man stehe aber in Kontakt mit verschiedenen Interessenten.

Mehr Informationen finden Sie auf jackinthebox.ch

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