Aktualisiert

Drohanruf«Arctic Sea»-Experte flieht in die Türkei

Ein russischer Schifffahrtsexperte, der als einer der ersten das mysteriöse Verschwinden des Frachters «Arctic Sea» öffentlich machte, ist nach einem Drohanruf aus seiner Heimat geflüchtet.

Der Herausgeber des russischen Marine-Informationsdienstes «Sowfracht», Michail Woitenko, hatte am 8. August einen Artikel über den Fall veröffentlicht und später darüber spekuliert, dass das Schiff möglicherweise eine geheime Fracht, etwa Waffen, geladen habe.

Woitenko erklärte am Donnerstag, er habe am Dienstagabend einen Drohanruf erhalten und sei nach Istanbul geflüchtet. Die «Arctic Sea» galt für drei Wochen als unter mysteriösen Umständen verschollen. Das Schiff war auf dem Weg von Finnland nach Algerien. Ein russisches Kriegsschiff fand den Frachter schliesslich in der Nähe der Kapverden im Atlantik, Soldaten nahmen acht mutmassliche Entführer fest. Rund um das Verschwinden des Schiffs gab es nur spärliche und zum Teil widersprüchliche Informationen. (dapd)

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